Andachten

Andacht

Andacht 08.06.2020

08. Juni 2020 | Marcus Jelinek

Andacht 08.06.2020

Bildnachweis: Monika Breiholz

Mose aber hütete die Schafe Jitros, seines Schwiegervaters, des Priesters in Midian, und trieb die Schafe über die Wüste hinaus und kam an den Berg Gottes, den Horeb. Und der Engel des HERRN erschien ihm in einer feurigen Flamme aus dem Dornbusch. Und er sah, dass der Busch im Feuer brannte und doch nicht verzehrt wurde. Da sprach er: Ich will hingehen und diese wundersame Erscheinung besehen, warum der Busch nicht verbrennt.

Die Begegnung zwischen Mose und Gott am brennenden Dornbusch ist eine der eindrucksvollsten Begebenheiten der Bibel.
Zunächst fällt auf, in welcher Situation Gott Mose begegnet: Nicht im Tempel, nicht im Gottesdienst, nicht bei der Familienandacht. Mose ist gerade bei der Arbeit. Er hütet Schafe. Dort, im Alltag, findet die Gottesbegegnung statt.
Bevor jedoch ein Gespräch zustande kommt, versucht Gott, Moses Aufmerksamkeit zu gewinnen. Er lässt einen Dornbusch brennen, aber nicht verbrennen. Welche Möglichkeiten hat Mose nun? Er könnte einfach weitergehen und die Erscheinung ignorieren. Oder er könnte das Phänomen auf die Schnelle wegdiskutieren: „Es ist wahrscheinlich einfach zu heiß hier!“ Aber nein, er entschließt sich, das Sonderbare näher anzusehen. Erst dann spricht Gott zu ihm, lässt ihn mit allen Sinnen an dieser Begegnung teilhaben und gibt ihm schließlich einen konkreten Auftrag.
Eine Gottesbegegnung kann man nicht erzwingen – denn dazu gehören immer zwei. Viele Jahre hütete Mose Schafe, ohne dass etwas Besonderes geschah. Doch als er etwas Seltsames wahrnahm, war er neugierig genug, um genauer hinzusehen. Wie wäre die Weltgeschichte wohl verlaufen, wenn Mose einfach weitergegangen wäre?
Wenn Gott heute spricht, dann tut er es oft ähnlich: Er erregt unsere Aufmerksamkeit. Er spricht unser Gewissen an. Er schenkt einen Gedanken, über den wir stolpern. Er lässt eine Liedzeile komponieren, die etwas in uns anspricht. Er ermöglicht etwas Wunderbares.
Lasst uns also nicht achtlos weitergehen, wenn wir solche Spuren Gottes entdecken. Lasst uns sein Wirken nicht ignorieren. Lasst uns das Wundersame und die Stolpersteine nicht einfach wegdiskutieren. Lasst uns hinsehen und hinhören, wenn Gott uns heute begegnen möchte.

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