Andachten

Andacht

Andacht 13.06.2020

13. Juni 2020 | Wiebke Ritz

Andacht 13.06.2020

Bildnachweis: Mr. Nico / photocase.de

Weil ihr Gottes reiche Barmherzigkeit erfahren habt, fordere ich euch auf, … euch mit eurem ganzen Leben Gott zur Verfügung zu stellen. … Passt euch nicht den Maßstäben dieser Welt an, sondern lasst euch von Gott verändern, damit euer ganzes Denken neu ausgerichtet wird. … Keiner von euch soll sich etwas anmaßen, was über die Kraft des Glaubens hinausgeht, die Gott ihm geschenkt hat.

In Zeiten von Facebook, Instagram und Co. frage ich mich: Wem folge ich eigentlich? Bin ich noch ausschließlich auf meinen Gott ausgerichtet oder suche ich nach schneller Aufmerksamkeit, nach leichterer Kost als das, was Gott von mir will? Hängt mein Herz durch einen Mausklick tatsächlich der Selbstinszenierungen anderer an? Laufe ich beständig durch immer neue Bilder, Kommentare, Videos den scheinbar aus einer Utopie entsprungenen Menschen auf einem Irrweg nach?
Wem folge ich? Diesem einen Bild, das ich von mir habe, oder Gottes Sicht auf mich, als sein weißes Blatt Papier, das ihm Material und nicht fertiges Kunstwerk sein soll? Will ich Menschen fischen gehen, Pläne verwirklicht sehen für seine Welt oder meinen Gespinsten und Idealen folgen? Gott selbst begab sich in den tiefsten Abgrund für mich. Nur in dieser Erkenntnis liegt die Demut, um in der Kraft zu wandeln, die auch mein Glaube hat. Nur darin liegt die Macht, nicht meinem Ego zu folgen, sondern seine Verheißungen zu erfahren und das, was sein Segen mit mir macht. Meine Sehnsüchte können nur von Gott gestillt werden. Meine Wunschbilder kommen nie in der Realität an. Denn das daran gekoppelte Glück, das ich erhoffe, verpufft, sobald ich es zu fassen kriege. Tiefe Beständigkeit bleibt, wenn ich mich täglich suchend nach dem ausstrecke, das hinter dem Offensichtlichen steht: nach Werten, nicht nach Dingen. Nach dem Herzen, nicht dem Verstand. Nach Erkenntnis, nicht nach schneller Antwort. Nach dem, was sowieso unerreichbar ist – nach der himmlischen Sicht.
Also tue ich, was ich tue, wirklich, um Gott zu ehren oder um mich in ein besseres Licht zu stellen? Ist der Halt, den Gott mir gibt, stark genug, um mit mir selbst ins Gericht zu gehen? Ich prüfe mich bis unter die Haut und schaue, was übrig bleibt. Ich hoffe, es ist nicht Selbstmitleid, sondern die Erkenntnis, dass Gottes Formen an mir viel größer und mächtiger ist als der eigene Bildhauer in mir.

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