Andachten

Andacht

Andacht 15.06.2020

15. Juni 2020 | Elí Diez-Prida

Andacht 15.06.2020

Bildnachweis: Weigand / photocase.de

Als sie [die Söhne Isais] kamen, sah Samuel Eliab an und dachte: „Sicher ist das der Gesalbte des Herrn!“ Doch der Herr sprach zu Samuel: „Lass dich nicht von seinem Äußeren oder seiner Größe blenden, ich habe ihn nicht erwählt. Der Herr entscheidet nicht nach den Maßstäben der Menschen! Der Mensch urteilt nach dem, was er sieht, doch der Herr sieht ins Herz.“

Da standen sie – sieben junge, kräftige Männer, in Reih und Glied vor Samuel – wie bei einer Leistungsschau. Dem Propheten fiel die Wahl leicht: Gleich beim ersten, dem stattlich aussehenden Eliab, wollte er Ja sagen, doch Gott bremste ihn.
Hast du dich schon einmal bei der Beurteilung eines Menschen getäuscht? Bei dem netten und redegewandten Vertreter zum Beispiel, um später herauszufinden, dass er dich hereingelegt hat? Oder hast du argwöhnisch den jungen Mann mit der schrillen Frisur beäugt, um später zu entdecken, welch ein liebenswürdiger und hilfsbereiter Mensch er ist? Wir brauchen eine Sichtkorrektur bei der Wahrnehmung unserer Mitmenschen, weil wir nur das Offensichtliche sehen – und uns dabei gewaltig täuschen können!
Samuel bekam weder beim ersten noch bei den weiteren sechs jungen Männern „grünes Licht“ von Gott. „Sind das wirklich alle deine Söhne?“, fragte er schließlich. „Ach nein, der Jüngste fehlt noch! Er ist auf den Feldern und hütet die Schafe.“, antwortete der Vater. An den jüngsten Sohn hatte keiner gedacht!
Samuel ließ ihn sofort holen. Braungebrannt von der Sonne. Und … er war es! Ihn salbte der Prophet, und „von diesem Tag an kam der Geist des Herrn über ihn und verließ ihn nicht mehr“ (V. 13 NLB).
Hast du den Eindruck, von anderen übersehen zu werden? Falsch eingeschätzt? Ungerecht beurteilt? Leidest du unter dem Gefühl, das Aschenputtel deiner Familie, deiner Firma, deiner Klasse, deiner Gemeinde zu sein? Derjenige, an den man erst am Schluss denkt, wenn die anderen nicht können oder nicht wollen? Dann bist du in guter Gesellschaft mit David. Er wäre beinahe übersehen worden. Von Menschen, aber nicht von Gott.
Gott erkannte im Hirtenjungen David die verborgenen Qualitäten des Herzens, nach denen er suchte. Er kennt auch deine. Er liebt dich so, wie du bist. Und er braucht dich, mit deinen Gaben und Grenzen.

Zurück

UNSER GLAUBE

Die Glaubensüberzeugungen der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten sind dazu angelegt, das ganze Leben zu durchdringen. Die heiligen Schriften der Bibel zeichnen ein überzeugendes Porträt von Gott.
Jeder ist eingeladen, den EINEN zu entdecken, zu erleben und kennen zu lernen, der nichts anderes, als uns heilen will.

Mehr herausfinden