Andachten

Andacht

Andacht 16.06.2020

16. Juni 2020 | Daniel Wildemann

Andacht 16.06.2020

Bildnachweis: nild / photocase.de

Darum geht hinaus auf die Straßen und ladet zur Hochzeit ein, wen ihr findet.

„Das Bankett war gebucht, die Hochzeitstorte stand schon bereit – doch zu der Feier kamen andere Gäste als erwartet.“ (Spiegel Online, 16.7.17) Was war geschehen? In Carmel, einem Vorort von Indianapolis im US-Bundesstaat Indiana, hatte ein verlobtes Paar seine geplante Hochzeit eine Woche vor dem Termin abgesagt. Wie die Regionalzeitung Indianapolis Star berichtete, waren 170 Gäste auf die Traumhochzeit in einem Luxushotel eingeladen gewesen. Das Paar hatte sich die geplanten Feierlichkeiten 30.000 Dollar kosten lassen. Sarah Cummins, die verhinderte Braut, sagte in einem Interview: „Ich rief jeden an, sagte ab, entschuldigte mich, weinte, rief Lieferanten an, weinte wieder, und dann begann ich, mich richtig schlecht bei dem Gedanken zu fühlen, all das Essen, das ich für die Feier bestellt hatte, wegzuschmeißen.“ So fasste sie kurzerhand einen Plan: Sie kontaktierte eine örtliche Wohlfahrtsorganisation und lud Obdachlose und Bedürftige in das gebuchte Ritz Charles ein. Cummins sagte weiter: „Für mich war es die Gelegenheit, diesen Menschen zu zeigen, dass sie es wie jeder andere auch verdienen, an so einem Ort zu sein.“
Jesus verglich das Himmelreich mit einer Hochzeit, die ein Vater für seinen Sohn ausrichtet und zu der erlesene Gäste eingeladen sind (vgl. Mt 22,1–14) Auch in diesem Gleichnis platzt die Hochzeit beinahe, und das nicht, weil es sich das Paar im letzten Augenblick noch anders überlegt, sondern weil die Gäste nicht kommen wollen (vgl. V. 3).
Man stelle sich das vor: Gott höchstpersönlich lädt ein und niemand geht hin. Undankbares Pack!, denke ich für einen Moment und habe leicht reden.
„Das Himmelreich ist nahe herbeigekommen“, wie Jesus wiederholt betonte (Mt 3,2; 4,17; 10,7). Es ist „mitten unter“ uns (Lk 17,21). Die Feier findet also auch heute wieder statt. Gehe ich hin? Oder habe ich mal wieder etwas „Besseres“ vor? (vgl. Mt 22,5) Nehme ich Gottes Einladungen ernst? Kommt her zu mir alle ihr Mühenden! Nehmt umsonst! Bittet und es wird euch gegeben!
Die Hochzeit wird stattfinden. Das Mahl ist bereitet. Bin ich heute „bedürftig“ genug, diese Einladung anzunehmen? Die Wahrheit ist, niemand verdient es, und trotzdem stehen alle auf der Gästeliste. Gott lädt dich in sein Reich ein. Er möchte dich heute mit seiner Gegenwart beschenken. Bekommt er eine Zusage von dir?

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