Andachten

Andacht

Andacht 18.06.2020

18. Juni 2020 | Volkmar Zippel

Andacht 18.06.2020

Bildnachweis: es.war.einmal.. / photocase.de

Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet.

Wenn ich in der Apostelgeschichte lese, was Lukas hier über die ersten Christen in Jerusalem sagt, dann werde ich nachdenklich. Und wenn ich dann wenig später (in Vers 46) lese, dass die Gläubigen täglich (!) zusammen waren, dann erfüllt mich eine Mischung aus Scham, Neid und Zweifel. Kann das wirklich sein? Wie ist so etwas möglich? Heute ist für viele von uns die gemeinsame Zeit allein auf den wöchentlichen Gottesdienst beschränkt. Darüber hinaus treffen wir uns manchmal in Haus- und Gebetskreisen, als Jugend und als Teens, als Senioren, Pfadfinder oder Frauen, in Ausschüssen und so weiter. Aber niemand von uns trifft sich täglich mit seinen Glaubensgeschwistern (es sei denn, er arbeitet hauptberuflich in der Kirche).
Warum eigentlich nicht? Theoretisch wäre das möglich, denn unsere Gemeindehäuser stehen uns ja nicht nur am Sabbatvormittag zur Verfügung.
Aber wir alle sind durch unsere Arbeit, durch Schule, Hobbys und andere Tätigkeiten so eingespannt, dass wir oftmals wenig Zeit füreinander haben. Wir sitzen über Jahre im Gottesdienst neben- und hintereinander und wissen oft wenig vom Leben des anderen. Gleichzeitig stehen viele in der Gefahr, sich zu überlasten. Wie wäre es, wenn wir einander öfter einladen würden, vielleicht sogar regelmäßig? Zum Beispiel, um gemeinsam den Sabbat zu beginnen? Ein leckeres Abendessen (ohne zu viel Aufwand) mit anderen und das gemeinsame Gebet sind hier ein guter Anfang. Das kann durchaus entlastend wirken. Festigkeit in der Lehre und regelmäßiges Brotbrechen (Abendmahl) allein machen noch keine Gemeinde aus. Zu einer Gemeinde gehört echte Gemeinschaft. Diese kann nur durch gemeinsam verbrachte Zeit, durch Gespräche, gemeinsames Essen und wachsendes Vertrauen untereinander möglich werden. Erst wenn echte Gemeinschaft entsteht, wird das lebendig, was Lukas in der Apostelgeschichte beschreibt.
Wir können erahnen, welch großen Reichtum die ersten Christen in Jerusalem hatten. Nur so ist für mich erklärbar, was in Vers 47 über die erste Gemeinde ausgesagt wird: „Der Herr aber fügte täglich zur Gemeinde hinzu, die gerettet wurden.“

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