Andachten

Andacht

Andacht 20.06.2020

20. Juni 2020 | Christian Lutsch

Andacht 20.06.2020

Bildnachweis: Katarzyna Wendt

Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.

So antwortete Jesus dem Pharisäer Nikodemus, der mitten in der Nacht zu ihm gekommen war. Warum nachts? Weil er Angst hatte, erkannt zu werden. Warum diese grundlegenden Worte? Weil Nikodemus nichts verstanden hatte. So wird diese Begegnung weitläufig zusammengefasst. Ich glaube, wenn wir das so stehen lassen, tun wir Nikodemus und auch Jesus Unrecht. Was war hier wirklich passiert?
Am Tag zuvor war Jesus im Tempel gewesen. Er hatte auf die Missstände hingewiesen, Wunder gewirkt und einfach gewusst, was jedem Einzelnen auf dem Herzen lag. Deshalb „glaubten viele an seinen Namen“ (Joh 2,23). In der folgenden Nacht lässt es Nikodemus keine Ruhe. Er kann nicht schlafen. Wer war dieser Mann dort im Tempel? Er sucht ihn. Klopft an vielen Häusern, bis er ihn findet. Dann endlich begegnet er Jesus und sagt: „Rabbi, wir wissen, dass du ein Lehrer bist, von Gott gekommen.“ (Joh 3,2) Der „unverständige“ Pharisäer entpuppt sich hier als der, der versteht. Er erkennt: In diesem Jesus wird Gott irgendwie sichtbar. Er glaubt an seinen Namen. Die Frage „Wo ist Gott?“ ist endlich beantwortet. Hier steht er direkt vor ihm!
Jesus antwortet ihm: „Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von Neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen.“ (V. 3) Nikodemus sieht das Reich Gottes. Er ist von Neuem geboren. Wie? Das begreift er noch nicht wirklich. Jesus vergleicht es mit dem Wind, den man spürt, aber nicht (be)greifen kann. (vgl. V. 8) Und dann kommt es zu dem heutigen Bibelvers.
Gott hat die Welt geliebt. Wenn auch oft etwas anderes behauptet wird: Gottes Welt ist mit dieser Welt verbunden. Himmel und Erde gehören zusammen. Deshalb wurde Gott in Jesus Christus Mensch. Das alles ist rational nicht en détail nachvollziehbar – und doch ist es wahr. Nur wer Gott und sein liebevolles Wirken in dieser Welt erkennt, erkennt richtig. Führt das nicht dazu, die Welt mit neuen Augen zu betrachten, neu zu verstehen, neu zu bewerten, auf neue Weise zu leben, also von „Neuem geboren“ zu werden? Gott und die Welt gehören zusammen. Nikodemus hat das erkannt. Und du?

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