Andachten

Andacht

Andacht 21.06.2020

21. Juni 2020 | Gerhard Mellert

Morgens am Strand wenn die Sonne aufgeht

Bildnachweis: Tobias Klepp / churchphoto.de

Und der Herr wandte sich und sah Petrus an. Und Petrus gedachte an des Herrn Wort, wie er zu ihm gesagt hatte: Ehe heute der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen.

Es gibt viele christliche Symbole. Den Fisch, die Taube, Christus als das A(lpha) und O(mega), das Kreuz und viele andere. Ein Kreuz auf dem Kirchturm signalisiert: Dies ist ein christliches Gotteshaus. Aber es finden sich auch noch andere Aufsätze auf Kirchturmspitzen, zum Beispiel eine Wetterfahne, eine Kugel als Symbol für die Erdkugel oder ein Engel. Doch was macht ein Hahn auf dem Kirchturm? Der Hahn ist zunächst natürlich ein Wetterhahn. Er dreht sich im Wind und zeigt dann tatsächlich die Windrichtung an. Früher war die Kirche das höchste Gebäude im Dorf. Und wenn die Bauern auf dem Felde auf den Wetterhahn schauten und der Wind sich drehte, konnten sie daran eine Wetteränderung ablesen. Seit mehr als 1.000 Jahren gibt es ihn. Aber was macht nun der Hahn auf dem Kirchturm?
Die erste schriftliche Erwähnung eines sogenannten Wetterhahnes stammt aus dem Jahr 820: In Norditalien hatte ein katholischer Bischof das Gießen eines bronzenen Hahnes veranlasst und diesen dann auf seinem Kirchendach anbringen lassen – als Wetterhahn, also Windrichtungsgeber. Interessanterweise setzte sich der Hahn gut 700 Jahre später dann aber ebenso auf dem Dach evangelischer Kirchen durch, denn er spielt auch in der Bibel eine wichtige Rolle.
Da geht es um Petrus, den Wortführer der Jünger. Und ausgerechnet zu ihm sagt Jesus: „Du wirst mich verleugnen, dreimal, bis der Hahn kräht.“ Und tatsächlich: Als Jesus gefangen genommen wird und vor Gericht steht, da schleicht Petrus im Hof herum und wird angesprochen: „Du gehörst doch auch zu ihm!“ Doch Petrus verneint. Dreimal lügt er, bis der Hahn kräht. So hat sich Petrus also im Wind gedreht – wie der Hahn oben auf dem Kirchturm. Petrus schämt sich danach in Grund und Boden und verkündet von da an bis zu seinem Märtyrertod den neuen Glauben. So wurde der Hahn zum Symbol des reuigen Sünders und zur Mahnung, sich nicht nach dem Wind zu richten, sondern Jesus wie Petrus in seinem weiteren Leben treu zu folgen.
An diese Geschichte erinnert also der Hahn auf Kirchtürmen: Er mahnt zur Reue und zum Mut, sich zu Jesus zu bekennen.

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