Andachten

Andacht

Andacht 23.06.2020

23. Juni 2020 | Udo Worschech

Andacht 23.06.2020

Bildnachweis: Katarzyna Wendt

Die Menschen aber wunderten sich und sagten: „Was für einer ist dieser, dass auch die Winde und der See ihm gehorchen?“

Es war ein sehr beeindruckendes Erlebnis, als wir vor nicht allzu langer Zeit in einer großen Holzbarke auf dem See Genezareth fuhren: Bevor wir das Boot bestiegen, lag der See in der Bucht von Kapernaum ganz still vor uns, und wir dachten daran, dass Jesus sich hier bei stürmischem Wind in einem Fischerboot befunden hatte. Nachdem wir jedoch an Bord waren, erlebten wir einen aufkommenden Wind, der vom Berg Hermon herunter wehte und urplötzlich Wellen mit weißen Schaumkronen entstehen ließ. Als echte Bedrohung empfanden wir dies aber nicht. Der Bootsführer jedoch erklärte, dass man im Herbst und Frühjahr durchaus mit stürmischen Fallwinden auf dem See rechnen muss.
Die Jünger erlebten eine solche Situation – und Jesus schlief. Bei einem anderen, ähnlich gefährlichen Erlebnis auf dem See hielten die Jünger Jesus für einen „Geist“. (vgl. Mt 14,22–33) Beide Male nämlich bewies Jesus seine Macht über die Gewalt von Wellen und Stürmen und brachte Rettung in der Not.
Diese Begebenheiten handeln aber nicht nur von Rettung. So glaubten die Griechen und Römer an einen Gott des Meeres, dem man Opfer brachte (vgl. Jona 1,4–7). Sein lateinischer Name, Neptun, ist uns geläufig. Die Geschichten von der Stillung des Sturmes und von Jesu Weg auf dem Wasser waren daher für die Jünger wie auch für die Menschen eine „Predigt“ – eine Botschaft, dass es keine Meeres- oder sonstige Götter gibt und dass Jesus der Sieger über die Furcht vor den Göttern und ihren Ansprüchen ist. Dabei ging und geht es nicht nur um Rettung aus physischer Bedrängnis, sondern auch um die Rettung aus Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit, bitteren Gedanken und Erlebnissen. Damals wie heute wenden sich Menschen in den „Stürmen des Lebens“ allen möglichen „Abwehrzaubern“ zu, was verständlich ist. Denn dass der Mensch Furcht und Angst in dieser Welt empfindet, wird ja auch von Jesus nicht geleugnet: „In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“ (Joh 16,33)
Der Glaube an ihn, der die Welt überwunden hat, schenkt Zuversicht und die Gewissheit, dass man im Sturm nicht allein ist. Das lässt Ruhe einkehren, es nimmt die Angst und hilft uns, in unserem Alltag im Sinne Jesu richtig zu handeln.

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