Andachten

Andacht

Andacht 24.06.2020

24. Juni 2020 | Gerhard Zahalka

Andacht 24.06.2020

Bildnachweis: Monika Breiholz

Preise den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht alle seine Wohltaten!

Heute fand ich im Briefkasten eine kostenlose Sonderausgabe der BILD-Zeitung. Anlässlich des 65. Jahrestags ihres Erscheinens waren 41 Millionen Exemplare an deutsche Haushalte verteilt worden. Als ich die Zeitung herausnahm, erinnerte ich mich daran, wie mir vor 65 Jahren die erste Ausgabe der BILD gratis im Nürnberger Stadionbad überreicht wurde. Wie das Gehirn es schafft, ein völlig unbedeutendes Ereignis nach so langer Zeit aufzurufen, weiß ich nicht; aber ich staune.
Dass ich mich auf der anderen Seite jedoch an Dinge nicht mehr erinnern kann, habe ich auch schon erlebt: Vom sechsten bis zum zehnten Lebensjahr sprach ich Polnisch und meine Grundschulzeugnisse belegen, dass ich die „polnische Zunge“ perfekt beherrschte, aber im Gedächtnis geblieben sind mir nur ein Dutzend Wörter.
Tragisch wird es, wenn wir die Erfahrungen vergessen, die wir mit Gott gemacht haben. Dass es möglich ist, selbst Gottes wunderbares Eingreifen zu vergessen, zeigt der Auszug des Volkes Israel aus Ägypten: Dass die Versorgung mit Manna ein tägliches Wunder war, würdigten die Israeliten nicht; stattdessen verklärten sie ihre Gefangenschaft mit der Behauptung, in Ägypten umsonst mit Fischen und Gemüse versorgt gewesen zu sein (vgl. 4 Mo 11,5). Sie dachten lieber an Kürbisse, Melonen, Lauch, Zwiebeln und Knoblauch statt an den Durchzug durch das Rote Meer und die vielen gottgewirkten Wunder, die ihre Befreiung begleiteten.
In Psalm 106,7 (EB) beklagt der Psalmbeter das Versagen der Generation, die den Auszug erlebt hatte: „Unsere Väter in Ägypten begriffen nicht deine Wunder, sie gedachten nicht der Menge deiner Gnadenerweise.“ Und auch neun von zehn Menschen, die von Jesus durch ein Wunder von ihrem Aussatz, der Lepra, geheilt wurden, dachten nicht daran, ihm dafür zu danken. (vgl. Lk 17,11–19)
Es ist menschlich, dass auch uns manchmal Zwiebeln wichtiger sind als die vielen Zeichen der Güte und Gnade Gottes. Wenn die Hauptsache nicht mehr die Hauptsache ist, vergessen wir allzu leicht, Gott die Ehre zu geben für seine Wohltaten.
Kannst du dich an die Wohltaten Gottes in deinem Leben erinnern? Danke ihm dafür! Psalm 103,2 ist ein Gebet, das wir jederzeit im Hinblick auf all diese Erfahrungen sprechen können.

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