Andachten

Andacht

Andacht 02.07.2020

02. Juli 2020 | Günther Hampel

Andacht 02.07.2020

Bildnachweis: designritter / photocase.de

Ich hielt es für notwendig, Epaphroditus zu euch zurückzuschicken. Er hat mir eure Gaben überbracht und mir dadurch sehr geholfen. Nun, er ist mir wirklich ein Bruder, ein guter Mitarbeiter und Mitkämpfer geworden.

Über Epaphroditus als Person gibt es nicht viel zu sagen, die meisten von uns lesen diesen Namen vermutlich zum ersten Mal. Wahrscheinlich war er ein Sohn griechischer Eltern, der in jungen Jahren Christ geworden war und sich nicht mit einer frommen Zuschauerrolle begnügte, sondern sich mit seinen Fähigkeiten in der Heimatgemeinde und über sie hinaus einbrachte.
Wir leben heute im Zeitalter des Zuschauens. Im Sport kämpfen Spitzenathleten um Höchstleistungen, und wir schauen zu. Früher pflegte man in vielen Familien die Hausmusik, das heißt: Man musizierte selbst. Heute begnügt man sich mit der Musikkonserve, die zwar perfekt „eingeweckt“ ist, aber oft nicht denselben „Nährwert“ hat wie selbst gemachte Musik. Das Zeitalter des Zuschauens hat auch vor unseren Gemeinden nicht haltgemacht. „Mal sehen, was der Pastor predigt, was in der Jugendstunde abgeht, was die Missionswilligen mit ihrem Einsatz erreichen …“
Möglicherweise war auch Epaphroditus einst Zuschauer gewesen und hatte gesehen, wie Christen ihren Herrn ernst nahmen, wie einige um ihres Glaubens willen große Opfer brachten oder wie Freunde und Verwandte durch den Glauben an Christus verändert und froh wurden. Irgendwann muss er die Zuschauertribüne verlassen haben. Hatte er gemerkt, dass in der Nachfolge Jesu keine Zuschauerplätze vorgesehen sind? Jedenfalls war er plötzlich mittendrin, wenn es um die Sache Jesu ging. Aus dem Zuschauer war ein „Mitarbeiter und Mitkämpfer“ geworden, von dem Paulus sagen konnte: „Er hat für Christus sein Leben aufs Spiel gesetzt und wäre beinahe gestorben, als er versuchte, für mich zu tun, was ihr in der Ferne nicht für mich tun konntet.“ (Phil 2,30 NLB)
Heute besteht für uns nicht überall auf der Welt die Notwendigkeit, für Jesus unser Leben zu riskieren, aber ob das immer so bleibt, weiß niemand. Die Frage ist jederzeit aktuell: Was wage ich um Christi willen und was ist mir seine Sache wert? Wie viel Kraft, Zeit und Geld – wie viel meines Lebens setze ich für ihn ein? Von Epaphroditus lässt sich einiges lernen!

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