Andachten

Andacht

Andacht 03.07.2020

03. Juli 2020 | Gerhard Zahalka

Andacht 03.07.2020

Bildnachweis: Monika Breiholz

„Vertraue auf mich, wenn du in Not bist, dann will ich dich erretten, und du sollst mir die Ehre geben.“

Auf einer Bergwanderfreizeit im Schweizer Wallis hatten wir uns als Tagesziel das 3.044 Meter hohe Bättelmatthorn vorgenommen. Zwischendurch fehlte jedoch eine Wegmarkierung und mir entging, dass die Vorauslaufenden den Bergweg zum Gipfel verpasst hatten. Bald wurde deutlich, dass wir uns verlaufen hatten. Doch der bereits sichtbare Gipfel schien auch über wegloses Gelände erreichbar: Vor uns lag ein Geröllfeld, das wir queren konnten. Vorsichtig ging ich mit einem Teil der Gruppe in das Feld hinein, aber wir lösten einen Steinschlag aus und rutschten immer wieder ab. Nach etwa 20 Metern blieben auch wir stehen, unschlüssig, was zu tun sei. Aus der unteren Gruppe kam der Vorschlag zu beten. Ich fühlte mich angesprochen. Mir blieben nur ein paar Augenblicke, um Gott still zu bitten, er möge uns jetzt nicht im Stich lassen. Dann rief ich Gott um Wegweisung und Hilfe an, wobei ich wirklich rufen musste, damit es die anderen auch verstehen konnten. So laut habe ich nie wieder gebetet. Danach bemerkte ich an der Flanke des Berges nur für einen Augenblick einen Bergsteiger im Abstieg. Dort musste der Gipfelweg sein! Ich rief meine Entdeckung den anderen zu und ermutigte sie, uns zu folgen, aber sie wollten doch lieber umkehren und absteigen. Weil der Freizeitleiter bei ihnen war, akzeptierte ich die Trennung.
Wir anderen setzten die Querung vorsichtig fort, erreichten bald sicheres Gelände und den Normalanstieg zum Gipfel. Oben angekommen, beglückte uns diesmal nicht nur die herrliche Aussicht, sondern die erneute Erfahrung: Unsere Verlegenheiten sind Gottes Gelegenheiten.
Wir fragten uns aber auch, was wir wohl getan hätten, wenn sich nach unserem Hilferuf kein Ausweg gezeigt hätte? In aller Öffentlichkeit Gott eine Bitte um Soforthilfe vorzulegen, ist ein Wagnis, das wir oft scheuen, weil wir befürchten, enttäuscht zu werden. Denn wenn wir nicht bitten, können wir auch nicht enttäuscht werden. Aber dann gilt auch: „Ihr habt nichts, weil ihr nicht bittet.“ (Jak 4,2)
Wenn du jetzt etwas auf dem Herzen hast, worum du Gott bitten möchtest: Trau dich! Was Gott in Psalm 50,15 verspricht, gilt auch ohne Not!

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