Andachten

Andacht

Andacht 05.07.2020

05. Juli 2020 | Sylvia Renz

Andacht 05.07.2020

Bildnachweis: Monika Breiholz

Da ließ Gott, der HERR, eine Rizinusstaude über Jona hochwachsen. Sie sollte ihm noch mehr Schatten geben und seinen Missmut vertreiben. Jona freute sich sehr über die Pflanze.

Jona hatte den grausamen Assyrern die Zerstörung ihrer Hauptstadt angedroht. Daraufhin flehten die Bürger von Ninive zu Gott: „Erbarmen! Gnade!“ Sie bereuten ihr bitterböses Verhalten. Gott freute sich über diesen Umschwung und verhinderte die Katastrophe.
Warum ärgert sich Jona jetzt darüber? Immerhin wurden durch seinen Einsatz über 120.000 Menschen gerettet. Wenn das kein Erfolg ist, Jona! Eigentlich solltest du jetzt in einem Café in Ninive sitzen, ein kühles Getränk schlürfen und deinen dankbaren Zuhörern von Gott erzählen, dem jeder Mensch am Herzen liegt; der spektakuläre Rettungsaktionen inszeniert, weil er will, dass seine Geschöpfe am Leben bleiben. Das hast du doch selbst erlebt. Eigentlich solltest du den Leuten klarmachen, dass sie dem Schöpfergott vertrauen können. Mit Gott an ihrer Seite könnten sie doch viel besser leben!
Aber du hast dich abgesetzt. Du hast dir östlich der Stadt eine Hütte gebaut und brütest über finsteren Gedanken, obwohl die pralle Sonne scheint. Du wärst am liebsten tot. Ist dir peinlich, dass deine düstere Vorhersage nicht eintreffen wird? Das ist doch Grund zum Jubeln! Da will Gott dich aufheitern. Er schenkt dir einen Bio-Sonnenschirm. Und tatsächlich: Du freust dich! Endlich! Du bist entzückt über eine Kleinigkeit, die deiner Bequemlichkeit dient. Doch als am nächsten Tag die Schattenstaude vertrocknet, ärgerst du dich mächtig und möchtest am liebsten sterben, zum dritten Mal!
Worüber freue ich mich? Oft sind es kleine Dinge, die mir Gottes Liebe bewusst machen. Und worüber rege ich mich auf? Über den Hunger in der Welt? Die Korruption in Afrika? Das Wettrüsten und die gewissenlose Zerstörung der Natur? Na ja, schon auch … aber so richtig stinkig werde ich, wenn mir einer die Vorfahrt nimmt. Wenn die Bahn Verspätung hat. Wenn mich jemand anrempelt oder respektlos anspricht. Dabei können wir lernen, auch aus den Ärgernissen des Lebens etwas Positives zu ziehen. Sie können uns ins Nachdenken über diese Fragen bringen: Was bedeutet mir Gott? Was sind mir meine Mitmenschen wert? Und wie denke ich über mich selbst?
Nehmen wir solche Situationen als Anregung, unser Leben zu überdenken.

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