Andachten

Andacht

Andacht 11.07.2020

11. Juli 2020 | Günter Schlicke

Andacht 11.07.2020

Bildnachweis: Monika Breiholz

Ein Wallfahrtslied. Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat.

Meine Frau und ich nahmen an einem Busausflug zur Zugspitze teil. Die Sonne strahlte golden und die weißen Wolken am blauen Himmel zauberten ein herrliches Panorama. Als wir dann in Ehrwald am Fuße der Berge standen, lag vor uns das Felsmassiv, wild zerklüftet mit seinen steilen und kahlen Hängen. In diesem Moment spürten wir, wie klein und winzig wir waren, und ein Gefühl der Ehrfurcht durchflutete uns.
So ähnlich mögen die Israeliten damals empfunden haben, als sie von der Jordanebene den schmalen und steilen Weg mit seinen zahlreichen Windungen hinauf nach Jerusalem pilgerten und die Berge erblickten. Die Vorfreude auf das Fest ließ ihre Herzen höher schlagen. Laut singend und fröhlich schwatzend schlängelten sich die verschiedenen Gruppen immer höher. Sie wussten, dass die auf den Bergen thronenden „Götter“, wie die Nachbarvölker glaubten, niemandem helfen konnten.
Aber ihr Gott, der Schöpfer von Himmel und Erde, schenkte ihnen das Leben und schützte sie auf dem Weg vor Feinden. Er ließ jedes Jahr das Getreide wachsen, die Trauben reifen und die Olivenhaine Früchte tragen. Er versorgte sie mit allem, was zum Leben nötig war. Das war Grund genug, um zu jubeln und zu lachen. Die Israeliten wurden bei jedem Fest daran erinnert, dass sie einen lebendigen Gott hatten, der für sie da war.
Als Gläubige sind wir alle „Wallfahrer“ zu einer himmlischen Heimat, dem neuen Jerusalem. Und wir erleben heute genauso, wie Gott für uns sorgt. Er gibt uns Leben, Gesundheit, Kraft und Wohlstand und stellt uns Menschen zur Seite, die mit uns pilgern. Auch viele Lieder drücken die Sehnsucht und Freude auf diesem Weg aus. Der Refrain eines Liedes (ghs, Nr. 322) ermutigt uns dazu: „Unterwegs nach Hause leuchtet, Herr, dein Licht. Auf dein Wort zu bauen, gibt uns Zuversicht. Lehr uns, dir vertrauen, Herr, mach uns bereit, bis wir dich dort schauen in der Ewigkeit.“
Um solches Vertrauen dürfen wir heute und jeden Tag bitten. Gott wird es uns schenken.

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