Andachten

Andacht

Andacht 17.07.2020

17. Juli 2020 | Lothar Reiche

Andacht 17.07.2020

Bildnachweis: cw-design / photocase.de

Und siehe, ich bin mit dir und will dich behüten, wo du hinziehst, und will dich wieder herbringen in dies Land. Denn ich will dich nicht verlassen, bis ich alles tue, was ich dir zugesagt habe.

Wenn man diese Worte liest, meint man, sie müssten einer sehr verdienstvollen Person zugesprochen worden sein.
Wem galt diese Zusage? Dem Flüchtling Jakob. Er musste seine Eltern, seinen Bruder und seine Heimat verlassen, weil er zum Betrüger geworden war. Als es auf dem Weg in die Fremde Abend wurde, konnte er nicht sein vertrautes Bett aufsuchen. Er musste stattdessen unter freiem Himmel einen Schlafplatz finden. Da gab es kein weiches Daunenkissen und keine kuschelige Bettwäsche. „Er nahm einen Stein von der Stätte und legte ihn zu seinen Häupten und legte sich an der Stätte schlafen.“ (V. 11)
Jakob war auf der Flucht vor seinem Bruder Esau, der ihn wegen des Betrugs umbringen wollte. Den Bruder betrogen, den Vater belogen, die am Betrug beteiligte Mutter für immer verlassen.
Es war kein Mensch da, dem er seine Not, sein Versagen hätte beichten können. Und Gott, an den er glaubte, konnte für so einen wie ihn doch nur noch Richter sein. Mit solch schweren Gedanken mag Jakob eingeschlafen sein.
Dann sah er im Traum eine Treppe, auf der Engel auf und nieder stiegen. Die Treppe reichte vom Himmel bis zur Erde. „Und der HERR stand oben darauf und sprach.“ (V. 13) Gott sprach mit ihm. Jetzt würde die große Abrechnung kommen. Jakob hätte ein vernichtendes Urteil verdient. Aber Gott begegnete ihm nicht als Richter, sondern als liebender Vater: „Ich bin der HERR, der Gott deines Vaters Abraham, und Isaaks Gott; das Land, darauf du liegst, will ich dir und deinen Nachkommen geben.“ (V. 13)
Der Segen Abrahams, den er sich mit List erschlichen hatte, wird ihm von Gott zugesprochen: „Durch dich und deine Nachkommen sollen alle Geschlechter auf Erden gesegnet werden.“ (V. 14)
Wo uns der vergebende Gott begegnet, da ist „die Pforte des Himmels“ (V. 17), da kann man – trotz Versagen – weitermachen und weiterwandern. Denn selbst ein Fluchtweg kann mit Gott zu einem Weg in den Himmel werden.

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