Andachten

Andacht

Andacht 23.07.2020

23. Juli 2020 | Heinz Wietrichowski

Andacht 23.07.2020

Bildnachweis: Monika Breiholz

Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Darum seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben.

„Christen sind dumme Schafe“, sagte jemand zu mir. Wie mag er zu dieser Einschätzung gekommen sein? Nun, ich weiß nicht, welche Erfahrungen er mit Christen und Schafen gemacht hatte. Hatte er einen christlichen Nachbarn übers Ohr gehauen, und der merkte es nicht oder er beklagte sich zumindest nicht? Hatte er gelesen, dass Jesus schwieg, als er zu Unrecht beschuldigt und hingerichtet wurde?
Menschen, die an Gott glauben, gelten bei manchen als dümmlich und lebensuntüchtig. Sie scheinen auf viele Freuden dieser Welt und auf manchen Reichtum und Erfolg zu verzichten und im Gegenzug nichts dafür zu bekommen. Zum Schluss sinken sie genauso wie alle anderen ins Grab. Also, wo ist da der Unterschied?
In der Tat: Christusnachfolger tun etwas, was in den Augen vieler Zeitgenossen verrückt ist. Sie laufen wie Schafe ihrem Hirten hinterher, den sie nicht sehen; sie gehorchen einer Stimme, die sie nicht hören; und sie folgen ihm auf einem schmalen Weg in eine Heimat, die sie noch nicht kennen, weil sie ein nicht greifbares Versprechen ist.
Der Vergleich mit den Schafen stammt aus dem Mund von Jesus. Er gebrauchte Schafe und die Herde als Bild, um geistliche Inhalte zu verdeutlichen. Er sprach davon, dass er sich gerne um das verlorene Schaf kümmert und dass seine Schafe seine Stimme verstehen und ihrem Hirten gerne folgen werden. Er war bereit, sein Leben für seine Schafe zu opfern.
Schafe sind schwach, Wölfe sind stark. Heute will niemand ein Schaf sein, ein Wolf schon eher. In unserer Gesellschaft gilt das Wolfsgesetz. Es lautet: Heule mit den Wölfen und sammle genug Schafe um dich – sag ihnen, wo es langgeht!
Dennoch machten die Schafe eine verblüffende Entdeckung: Die Wölfe konnten zwar einzelnen Schafen schaden, aber sie konnten die Schafherde nie vernichten. Ich fühle mich wohl als „Schaf“ unter „Schafen“ – nie möchte ich ein Wolf unter Wölfen sein. Schafe haben es mit einem Hirten zu tun, dem sie vertrauen können, Wölfe mit dem Jäger. Schafe, die ihrem Hirten folgen, werden von ihm geliebt und auf grüne Auen und zu frischem Wasser geführt. Danke, Vater im Himmel!

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