Andachten

Andacht

Andacht 10.08.2020

10. August 2020 | André Zander

Andacht 10.08.2020

Bildnachweis: Katarzyna Wendt

Petrus aber antwortete ihm und sprach: Herr, bist du es, so befiehl mir, zu dir zu kommen auf dem Wasser … Und Petrus stieg aus dem Boot und ging auf dem Wasser und kam auf Jesus zu. Als er aber den starken Wind sah, erschrak er und begann zu sinken und schrie: Herr, rette mich!

Was für eine Geschichte! Die Jünger gerieten in Seenot, kämpften um ihr Leben, und dann kam noch das vermeintliche Gespenst auf sie zu. Ihre Furcht kann ich gut verstehen. Petrus dagegen entwickelte auf einmal einen großen Mut (oder Übermut?), als er Jesus erkannte. Als er dann doch in den Wellen versank, schrie auch er aus Leibeskräften ...
Dies soll keine Kritik an Petrus sein! Als Sicherheitsexperte wäre ich vermutlich gar nicht erst auf die heldenhafte Idee gekommen, das recht solide Boot überhaupt zu verlassen.
Wasserfluten können sehr gefährlich sein, sie können aber auch faszinieren. In unserem letzten Urlaub in der Bretagne besuchten wir Pointe du Raz, das Kap am westlichsten Punkt des französischen Festlandes.
Ich war sehr beeindruckt, wie ruhig und langsam sich das Atlantikwasser um und über die vorgelagerten Felsen bewegte, wie in Zeitlupe, erhaben, beinahe majestätisch. Aus einer Höhe von 70 Metern wirkte dieses Schauspiel beruhigend wie ergreifend. Und der Leuchtturm mitten im Wasser. Ich musste an das wunderbare Lied von Martin Pepper denken: „Du sprichst zum aufgewühlten Meer meiner Seele in mir, Herr: ‚Friede mit dir, Friede mit dir!‘“ (ghs, Nr. 115)
Es bewegt mich jetzt noch, welchen Frieden dieses strömende Wasser ausstrahlte – aus der Höhe betrachtet!
Ob so auch unser Leben ist? Ja, ich glaube, dass es mehr als nur ein Bild ist, wenn du versuchst, dein Leben und deine Sorgen einmal „aus der Höhe“ zu betrachten. Das mag zwar keine Sofort- und All-inclusive-Lösung sein; dennoch kann dir dieser Perspektivwechsel helfen, deine Situation in einem anderen Licht zu sehen. Frage Gott ruhig, was er in deiner Not für dich tun kann. Ich möchte dir Mut machen, dich nicht sinken zu lassen, sondern nach Gott zu schreien und dich an seiner ausgestreckten Hand festzuhalten.
So wie Petrus: Er hat alles richtig gemacht!

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