Andachten

Andacht

Andacht 11.08.2020

11. August 2020 | Beate Strobel

Andacht 11.08.2020

Bildnachweis: Katarzyna Wendt

Die Entscheidung ist gefallen! Ich lasse alles hinter mir und sehe nur noch, was vor mir liegt. Ich halte geradewegs auf das Ziel zu, um den Siegespreis zu gewinnen.

In Sambia steht in einer unberührten Region ein schlossähnliches, altenglisches Herrschaftshaus. Ein britischer „Visionär“ ließ sich dort nieder und schuf dieses feudale Anwesen. Stewart Gore-Browne hatte sich 1914 auf der Durchreise in diese Landschaft verliebt und davon geträumt, in dieser Wildnis ein Herrenhaus zu bauen. Das Baumaterial musste von weither angeliefert werden, und damals gab es in der Region keine Straßen. Er ließ englische Möbel kommen und sie Hunderte Kilometer durch die Sümpfe tragen, ebenso eine Bibliothek mit Tausenden von Büchern und alte Familiengemälde. Mit Türmchen, schmalen Fenstern und Steinmauern wirkt das Gebäude in der afrikanischen Umgebung bizarr. Gore-Browne baute eine ganze Siedlung mit Hospital, Poststation und einer Schule, alles im gleichen Stil. Er verdiente seinen Lebensunterhalt mit dem Verkauf ätherischer Öle, dann mit Rinderzucht; später ging er in die Politik, wo er einer der führenden Sprecher der afrikanischen Unabhängigkeitsbewegung wurde. Als er 1967 starb, ordnete der damalige Präsident Sambias, Kenneth Kaunda, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verband, ein Staatsbegräbnis an – Gore-Browne sei „als Brite geboren, aber als Sambianer gestorben“.
Ist es verrückt, was dieser willensstarke Kerl mit großem Aufwand bewerkstelligte? Gore-Browne hatte einen Traum und schuf mit rund 1.000 Arbeitern sein Lebenswerk. Viele hielten ihn damals für verrückt, doch er ließ sich nicht beirren. Er hielt auf sein Ziel zu – das war sein „neues Leben“ fern von England, wo er sich nicht wohlfühlte.
Das erinnert mich an den Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Philippi. „Ich lasse alles hinter mir und sehe nur noch, was vor mir liegt“, schrieb er. Auch Gore-Browne hatte eine Vision und strebte nach einem neuen Leben, zu dem er sich berufen fühlte. Bis heute ist das Anwesen in Sambia in Familienbesitz und wird durch Einnahmen aus dem Tourismus aufrechterhalten. Wie steht es um deine Ziele und Visionen im Leben? Lass dich nicht entmutigen, wenn Menschen dich für verrückt halten, prüfe alles im Glauben und mit Verstand und bleibe an deinen Lebensträumen dran!

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