Andachten

Andacht

Andacht 12.08.2020

12. August 2020 | Günther Hampel

Andacht 12.08.2020

Bildnachweis: luh / photocase.de

Denn die Menschen sehen, was ich tue, und sehen doch nicht. Sie hören, was ich sage, und hören und begreifen doch nicht.

Zu hören und doch nicht zu verstehen ist offenbar eine zeitlose Erscheinung. Der Prophet Jesaja schrieb bereits darüber, Jesus griff diese Klage auf und auch wir sind nicht frei davon. Ohren hatten wir Menschen schon immer; dennoch gewinnt man beim Lesen den Eindruck, dass die Leute damals unfähig waren, auf das zu hören, was Gott ihnen mitteilen wollte. Offensichtlich fehlte die Bereitschaft, aus dem Gehörten entsprechende Folgerungen zu ziehen. Das Zusammenspiel von Hören und Gehorchen war gestört.
Haben wir heute nicht oft dieselbe Schwierigkeit wie die Menschen damals? Fällt es uns nicht oft schon schwer genug, anderen Menschen einfach nur zuzuhören – und nun sollen wir auf Gott hören und seinen Willen befolgen?
Eine Hausfrau wollte eines Tages testen, ob ihre Freundinnen beim Kaffeekränzchen überhaupt zuhörten, was sie erzählte. Mit liebenswürdigem Lächeln sagte sie: „Ich habe die Törtchen heute zur Feier des Tages mal mit Strychnin gefüllt, hoffentlich bekommen sie euch!“ Nachdem eine der Frauen gekostet hatte, schwärmte sie: „Ganz lecker! Das Rezept musst du mir unbedingt geben, meine Liebe!“
So sind wir Menschen. Wir reden bis zu 180 Wörter in der Minute, denken doppelt so schnell, aber wenn es ums Hören und Gehorchen geht, tun wir uns oft schwer und merken es selbst nicht einmal. Auch ich ertappte mich schon dabei, wie ich anfing, die eingegangene Post zu öffnen, während jemand noch mit mir sprach. Erst hinterher wurde mir klar, dass dies wohl kein ermutigendes Zeichen für mein Gegenüber gewesen war. Schlimm, wenn man so sehr mit sich selbst oder seinen Aufgaben beschäftigt ist, dass man nicht mehr wirklich zuhören kann.
An den Ohren liegt es nicht, sondern an unserem selbstsüchtigen Herzen, dass wir oft nicht wirklich hinhören. Lasst es uns heute anders machen!
Die Tatsache, dass die Menschen mit zwei Augen und zwei Ohren, aber nur mit einem Mund geboren werden, lässt darauf schließen, dass sie zweimal so viel sehen und hören als sie reden sollten. Marie de Sévigné

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