Andachten

Andacht

Andacht 14.08.2020

14. August 2020 | Gerhard Mellert

Andacht 14.08.2020

Bildnachweis: AllzweckJack / photocase.de

Da sagte ihnen Jesus frei heraus: Lazarus ist gestorben.

Wenn wir einen nahestehenden Menschen verlieren, Abschied nehmen müssen für immer, dann ist das eines der schwersten Dinge im Leben. Wenn ein Mensch stirbt, hinterlässt er eine Lücke, die zuerst einmal durch nichts und niemanden zu schließen ist. Eine Stimme, die uns vertraut war, schweigt. Ein Mensch, der immer für uns da war, ist nicht mehr. Was bleibt, ist die dankbare Erinnerung, die uns niemand nehmen kann. Die Zeit, die alle Wunden heilen soll, bringt uns keinen Trost. Das Wissen um die Endgültigkeit der Situation ist für die Hinterbliebenen oft die am schwersten zu tragende Last. Trost spendet in dieser Zeit vielleicht die Erkenntnis, dass man mit der Trauer nicht allein ist. Doch trotz aller Anteilnahme fühlt man sich unsagbar allein und verlassen.
Oft kommt der Tod plötzlich, jemand wird mitten aus der Arbeit und dem Leben gerissen. Aber selbst wenn sich der Tod durch eine schwere Krankheit angekündigt hat, ist man nicht wirklich darauf vorbereitet. Das ganze Leben ändert sich und nichts scheint mehr sicher. Man sieht sich von vielen Fragen bedrängt in einer Situation, in der man kaum die Kraft aufbringen kann, den nächsten Tag zu überstehen. Jetzt ist es wichtig, nicht allein zu sein. Es ist gut, Freunde oder Angehörige zu haben, die sich um einen kümmern, bei denen man sich aussprechen kann. Aber Trauer kann so tief sitzen, dass sie das Herz wund reibt. Es sind vielleicht Zweifel da, Angst oder Sorge.
Ich wünsche dir für jeden Tag und besonders für die Tage der Trauer, dass du dennoch vertrauen kannst. Gott ist nicht erst in der Ewigkeit für uns da, du darfst jetzt schon mit ihm rechnen. „Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ (Mt 28,20) Sicher gehen die Gedanken immer wieder zurück in die Vergangenheit, dorthin, wo der Verstorbene Spuren hinterlassen hat. Man ruft sich gemeinsame Stunden in Erinnerung, in denen man Gespräche geführt und Freude empfunden hat, aber auch die schweren Zeiten, die man gemeinsam durchlebt hat. Du darfst Gott alles sagen, was dich bedrängt. Deine Trauer und das Unverständnis. Gott wird dich stärken, denn dein Glaube besteht nicht aus leeren Worten. Vertraue Christus, er wird auch dein Leben wieder hell machen. Ich weiß nicht, wie hell, aber doch so, dass du die nächsten Schritte gut gehen kannst.

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