Andachten

Andacht

Andacht 17.08.2020

17. August 2020 | Lothar Wilhelm

Andacht 17.08.2020

Bildnachweis: claudiarndt / photocase.de

Geht aber hin und lernt, was das heißt (Hosea 6,6): „Barmherzigkeit will ich und nicht Opfer.“ Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder.

Jesus hatte den Zöllner Matthäus zum Jünger berufen und seine Einladung zu einem Festmahl angenommen. Es kamen auch Kollegen von Matthäus und andere Menschen von zweifelhaftem Ruf. Diese Leute wurden nicht zu Unrecht gehasst, denn die Zöllner trieben für die römische Besatzungsmacht Steuern ein, und die meisten bereicherten sich dabei schamlos. So war es nicht verwunderlich, dass die frommen Pharisäer sich aufregten. Empört fragten sie die Jünger von Jesus: „Wie kommt euer Meister dazu, mit solchem Abschaum zu essen?“ (V. 11 NLB)
Jesus antwortete den Schriftgelehrten mit einem Zitat aus der Heiligen Schrift, das ihnen sagte: Gott will Barmherzigkeit. Ihm ist die Güte gegenüber Sündern wichtiger als die Einhaltung von Opfervorschriften, mit denen man sich reinwaschen kann, um als gerecht zu gelten. Gott ist gnädig, barmherzig, geduldig und gütig. Darum gibt er auch denen eine Chance, die Unheil angerichtet haben und schuldig geworden sind.
In Verbindung mit diesem Zitat sagte Jesus: „Geht aber hin und lernt.“ (V. 13) Später fügte er hinzu: „Lernt von mir.“ (Mt 11,29)
Jesus spannt jeden, der zu ihm kommt, in einen Lernprozess ein. Das gilt sowohl für fromme Pharisäer als auch für Zöllner. Matthäus wurde zum Jünger berufen. Das neutestamentliche Wort, das Luther mit „Jünger“ übersetzte, bedeutet „Schüler“ oder „Student“. Die Nachfolge Jesu ist Schule. Sie ist ein Prozess des lebenslangen Lernens. Doch diese Schule ist ganz anders als die Schule, die wir alle kennen.
In der Schule Jesu sind wir alle gleich. Da gibt es keine Sitzenbleiber mehr. Die schlechten Noten von früher sind gestrichen. Was uns aus der Vergangenheit belasten könnte, hat er vergeben. Auch den Abschluss können alle bestehen. Weil Jesus weiß, dass wir selbst nicht gut genug sind, schenkt er uns die Vollendung. So dürfen wir in dieser Schule frei leben, ohne Angst vor dem Versagen. Aber wir sind zum Lernen da, denn keiner muss so bleiben, wie er ist. Es ist eine bekannte Tatsache: In Gemeinschaft lernt es sich besser und leichter. Darum beruft er uns in die Schule der Glaubenden und sagt uns: Lernt aus dem Wort Gottes. Lernt von mir. So könnt ihr gemeinsam einüben, dass bei Gott die Barmherzigkeit immer Vorrang hat.

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