Andachten

Andacht

Andacht 21.08.2020

21. August 2020 | Samuel Schmidt

Andacht 21.08.2020

Bildnachweis: Monika Breiholz

Wieder empfing ich eine Botschaft vom HERRN. Er sprach zu mir: „Du Mensch, durch einen plötzlichen Tod werde ich dir jemanden nehmen, der dir lieb und teuer ist.“ … Noch am selben Abend starb meine Frau, und am nächsten Morgen verhielt ich mich so, wie Gott es mir befohlen hatte.

Hesekiel ist Prophet des Herrn und soll dem Volk Israel Gottes Botschaft weitersagen, einem Volk, das taub für seine Worte und blind für seine Zeichen ist. Gott muss mit harten Bandagen kämpfen, um sein Volk wachzurütteln. Er beauftragt seinen Propheten immer wieder, die extremsten Sachen zu tun. Und Hesekiel macht alles bereitwillig mit. Doch was wir hier lesen müssen, übersteigt alles Vorstellbare! Gott kündigt Hesekiel an, dass er seine Frau sterben lässt, und Hesekiel darf nicht trauern. Wir wissen nichts Näheres über Hesekiels Frau, nur so viel: Sie war ihm lieb und teuer; eine Freude seiner Augen.
Bei dieser Geschichte muss ich mich gleich mehrfach wundern. Warum verlangt Gott ein derart hartes Zeichen? Und wurde dabei eigentlich die Frau gefragt? Was mich am meisten wundert: Hesekiel musste ja ohnehin einiges erleiden. Aber das hier ist der unwiederbringliche Verlust eines geliebten Menschen. Und das für ein Volk, das dieses Zeichen gar nicht sehen will. Es würde mir leichter fallen, wenn dort stünde, dass die Frau krank war oder sich freiwillig für das Volk in den Tod gegeben hatte. Aber so …
Wird uns nicht immer gesagt, dass Gott nur das Beste mit uns Menschen vorhat? Haben wir nicht gelernt, dass Gott die Liebe ist? Was soll dann das hier?
Gott hat das Leid hier direkt in der Hand und es wird uns nicht blumig verkauft. Ja, Gott lässt Leid zu. Und Hesekiel? Der trägt das wieder einmal. Auch wenn sich unser Gerechtigkeitsempfinden schreiend aufbäumt; Hesekiel steht dort und erträgt es. Denn er weiß, dass es bei seiner Botschaft nur um Eines geht: die Rettung seines Volkes! In dieser Botschaft steckt buchstäblich Hesekiels ganzes Herzblut.
Wer sind wir, diesen Bericht dann einfach so zu überblättern? Und verhält es sich mit den Evangelien nicht genauso? Vielleicht lesen wir sie das nächste Mal noch ein Stück besonnener, weil wir wissen, dass für die Verkündigung dieser Botschaft in vielfacher Hinsicht wirklich alles an Herzblut geflossen ist.

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