Andachten

Andacht

Andacht 23.08.2020

23. August 2020 | Eberhard Schulze

Andacht 23.08.2020

Bildnachweis: Weigand / photocase.de

Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun.

Im Fernsehen läuft eine wunderschöne Sendung über die Wachau, eine Landschaft in Österreich. Der Moderator wird von seinem ortskundigen Begleiter in einem stillgelegten Bergwerk zum Abbau von Grafit empfangen. Sie blicken nach oben und entdecken Wurzeln. Die Frage bleibt offen, ob sie von Bäumen stammen oder aber von Weinstöcken aus einem Weinberg. Möglich wäre es: Wein treibt Wurzeln von 12 bis 18 Metern. Seine Nahrung holt er sich auch aus Spalten im Gestein.
Jesus predigte sehr viel in Bildern. Sein Anspruch ist deutlich: „Ich bin der Weinstock.“ Der Wein ist ein Gewächs der Lebensfreude: „Der Wein erfreue des Menschen Herz.“ (Ps 104,15) Weintrauben gab es im alten Israel im Überfluss, sodass die Traube zum Nationalsymbol Israels wurde. Über dem Eingang des Herodes-Tempels in Jerusalem war sogar eine goldene Weintraube angebracht. Die Beeren wurden frisch oder getrocknet gegessen, der Most als Traubenhonig eingedickt. Auch außerhalb Israels hielt man am Symbol der Weintraube fest. Jesus vertiefte diese große Bedeutung des Weines im Abendmahl, wenn der rötliche Saft zum Zeichen seines Blutes, der Kreuzigung und seines Versöhnungsopfers für uns Sünder wird.
Er ergänzte aber auch das Bild vom Weinstock: „Ihr seid die Reben.“ Eine engere Abhängigkeit kann es nicht geben. „Ohne mich könnt ihr nichts tun.“ Jesus weiß das, doch wie bewusst ist es uns? Gott kennt uns sehr genau. Schon dem Volk Israel prägte er für den Einzug in das verheißene Land Kanaan ein: „Wenn ihr genug zu essen habt und euch prächtige Häuser baut und darin wohnt, und wenn eure Schaf-, Ziegen- und Rinderherden groß werden und ihr viel Gold, Silber und vieles andere besitzt, dann werdet nicht überheblich und vergesst nicht den Herrn, euren Gott. … Denkt nur nicht, ihr wärt aus eigener Kraft und Anstrengung reich geworden. Erinnert euch vielmehr daran, dass es der Herr, euer Gott, ist, der euch die Kraft gibt, Reichtum zu erwerben.“ (5 Mo 8,12–14.17–18 NLB)
Wir betonen oft, dass wir in enger Beziehung zu Jesus leben, doch müssen wir wie die Israeliten ab und zu daran erinnert werden, dass es allein Gott ist, der uns Früchte tragen lässt.

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