Andachten

Andacht

Andacht 29.08.2020

29. August 2020 | Heidemarie Klingeberg

Andacht 29.08.2020

Bildnachweis: Monika Breiholz

Ich sage euch, dass auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen.

Wahrscheinlich als Gegenbewegung zum immer intensiver ausgeprägten Reichtum und Prunk der Kirche betonten besonders einige Reformatoren sehr stark die christliche Bescheidenheit. Kirchen ohne Schmuck und Gottesdienste, die je nach Konfession sogar ganz ohne Gesang und Instrument gefeiert wurden, waren die Auswirkungen. Auch die zahlreichen Ordensgründer vertraten ein asketisches Ideal.
So wurde die Schönheit in christlichen Kreisen zu einem eher schwierigen Thema. Fromme Christen machen sich nicht hübsch, hieß es an vielen Stellen. Dabei gehören sakrale Bauten, Musik und Gemälde zu den herrlichsten Kunstwerken der Welt. Ein seltsamer Widerspruch.
Siehe, alles war sehr gut!, lesen wir im Schöpfungsbericht (1 Mo 1). Das hebräische Wort tov bedeutet auch „schön, angenehm, fröhlich“. Gott schuf eine Welt von geradezu verschwenderischer Schönheit. Jede einzelne Blume leuchtet prächtiger als der legendäre Salomo in seinem königlichen Gewand.
Schönheit ist ein göttliches Geschenk. Schönheit macht froh und beschwingt, sie hat heilende Wirkung, Schönheit tut der Seele gut, Schönheit erinnert uns an den Schöpfer des Universums, der sie erfand und uns immer noch mit ihrer Herrlichkeit überschüttet.
Der Ursprung wahrer Schönheit ist die Liebe. Ein ganzes biblisches Buch, das Hohelied Salomos, ist der Liebe und Schönheit gewidmet. Aus Liebe machen sich Menschen schön, aus Liebe schmücken sie ihre Umgebung, aus Liebe verschenken sie schöne Dinge.
Schönheit, die oft so wenig gewürdigte göttliche Gabe! Echte Schönheit ist nicht herstellbar, wir bekommen sie geschenkt. Die Rose, der Sonnenuntergang, die Symphonie oder das Lächeln eines freundlichen Menschen. Die Schönheit der Natur, der Kunst, der Menschen, die wir lieben, und auch unsere eigene Schönheit rühren uns an. Wir brauchen nur die Augen zu öffnen und sie wahrzunehmen. Dann schenkt uns der Schöpfer Augenblicke der Freude und des Glücks – ohne Kosten und Mühen. Achten wir auf die Schönheit, die uns heute begegnet – sie ist ein göttliches Geschenk, das unseren Alltag leuchten lässt!

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