Andachten

Andacht

Andacht 31.08.2020

31. August 2020 | Richard Schwarz

Andacht 31.08.2020

Bildnachweis: zettberlin / photocase.de

Lasset uns … wachsen in allen Stücken zu dem hin, der das Haupt ist, Christus.

Wachstum ist ein Zeichen von gesundem Leben. Die Apostel Paulus und Petrus legten Wert auf Wachstum an Erkenntnis (2 Ptr 3,18) und Glauben. Mein Vater sagte immer: „Schule muss sein.“
Martin Luther übergab uns 1534 die vollständige deutsche Bibel und arbeitete mit seinen Mitarbeitern bis an sein Lebensende weiter, weil er an Erkenntnis zunahm. Das Wachsen ging bis heute weiter, und es folgten mehrere Revisionen der Lutherbibel bis zur heutigen Lutherbibel 2017.
Schwer verständliche und missverständliche Stellen sowie neue Handschriftenfunde machten die Überarbeitungen erforderlich. Wenn wir in der Jugendzeit in 1. Mose 29,17 lasen: „Lea hatte ein blödes Gesicht und Rahel war schön von Gestalt und von Angesicht“, schmunzelten (oder lachten) wir darüber. Die Begriffe „Weiber“ und „Dirnen“ waren nicht mehr zeitgemäß. Um „Farren“ als junge Stiere zu verstehen, mussten wir erst ein Lexikon aufschlagen. Auch „Same“ als „Nachkommen“ schien uns unpassend.
Die Vokabel „Seele“ im Alten Testament habe ich nie richtig verstanden. Erst als ich den Artikel von Lorenz Dürr in der Zeitschrift für Alttestamentliche Wissenschaft von 1925 las, ging mir ein Licht auf: Nefesch kann mit „Kehle“, „Gurgel“, „Hals“ übersetzt werden und nicht etwa so: „Das Wasser geht mir bis an die Seele.“ (Ps 69,2) „Lobe den Herrn, meine Seele“ bedeutet für mich heute: mit meiner „Kehle“ hörbar machen, zum Beispiel durch Singen. In Psalm 34,3 heißt es: „Meine Kehle soll sich rühmen des HERRN, dass es die Elenden hören und sich freuen.“ Das bezieht sich also nicht nur auf innerliches Rühmen.
Aus dem Munde eines ägyptischen Reiseleiters hörten wir einmal, dass das Christentum durch Berührung mit den Ägyptern etwas von deren Kenntnissen übernahm. Die Israeliten waren lange genug in Ägypten ansässig, und das Konzept der unsterblichen Seele hatte Zeit, nach Griechenland (Plato), Rom (katholische Kirche), Europa (christliche Mönche) und in christliche Lehrbücher und Lieder zu gelangen.
Mein Gebet gilt heute den Gelehrten und Theologen um Wachstum an biblischer Erkenntnis für die nächste Bibelrevision.

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