Andachten

Andacht

Andacht 01.09.2020

01. September 2020 | Joachim Hildebrandt

Andacht 01.09.2020

Bildnachweis: m.voigt.1982 / photocase.de

Wenn es jemandem von euch an Weisheit mangelt …, soll er Gott darum bitten, und Gott wird sie ihm geben.

Als ich diesen Text las, fiel mir auf: Ich habe es lange nicht erlebt, dass im Gottesdienst oder bei anderen Gelegenheiten um Weisheit gebetet wurde. Verspüren viele keinen Mangel oder ist Weisheit nicht so wichtig wie andere Gaben Gottes, um die wir täglich bitten? Es geht dabei nicht um mehr Wissen. In der Bibel lautet der Gegensatz von Weisheit nicht Dummheit, sondern Torheit.
Philosophen aller Epochen versuchten Antworten auf die Frage nach Sinn und Ziel des Lebens zu finden. Manche ihrer Erkenntnisse mögen faszinierend klingen. Doch ihre Weisheit gründet sich nur auf menschliches Denken. Sie ist von dieser Welt. Gottes Wort erklärt: „Die Ehrfurcht vor dem Herrn ist der Anfang der Weisheit. Gott, den Heiligen, zu erkennen führt zur Einsicht.“ (Spr 9,10 NLB) Die Erkenntnis Gottes ist also Schlüssel und Voraussetzung für eine Weisheit, die uns befähigen soll, unser Leben zu meistern, die rechten Entscheidungen zu treffen, bei Herausforderungen, Problemen und Nöten nicht zu versagen.
Gott, den Heiligen, erkennen? Er ist uns ganz nahe als Vater, Abba. Aber er ist zugleich auch der ferne Gott, der so viel höher ist – wie der Himmel über der Erde. Er ist der heilige Gott, der Einzige, der Anbetung verdient, vor dem wir in Ehrfurcht knien. Er ist unser Schöpfer, wir sind seine Geschöpfe. Wenn wir diesem Gott täglich in Ehrfurcht begegnen, dann wird er uns auch jeden Tag die Weisheit schenken, zu erkennen, wie wir uns in jeder Lebenssituation verhalten sollen, ihm und auch unseren Mitmenschen gegenüber, in der Welt und in der Gemeinde. Um Letzteres geht es Jakobus im obigen Text.
Beten wir um Weisheit? Nach langem Nachsinnen fielen mir schließlich zwei Lieder ein, in denen wir singend um Weisheit beten. Im Lied „Herr, mein Licht, erleuchte mich, dass ich mich und dich erkenne“ heißt es: „Höchster, lass mich doch auf Erden weise für den Himmel werden.“ (WLG 91) Das zweite finden wir auch im Liederbuch glauben-hoffen-singen, Nummer 142. Alle vier Strophen beginnen mit der Bitte zu Gott: „Schenk uns Weisheit, schenk uns Mut.“

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