Andachten

Andacht

Andacht 03.09.2020

03. September 2020 | Wilfried Krause

Andacht 03.09.2020

Bildnachweis: Katarzyna Wendt

Von da an wandten sich viele seiner Jünger ab und gingen hinfort nicht mehr mit ihm. Da sprach Jesus zu den Zwölfen: Wollt ihr auch weggehen?

Während ich diese Zeilen schreibe, bemühen sich in Berlin Spitzenpolitiker um die Bildung einer stabilen Regierung. Einmal ist der Versuch in den letzten Wochen bereits gescheitert. Auf dem Weg nach „Jamaika“ reiste bei den Verhandelnden die Angst mit, Teile der Anhänger und des eigenen Wahlvolkes zu verlieren. Auch jetzt ist die Sorge allgegenwärtig, die Wahlversprechen nicht halten zu können und dadurch in der Gunst der Bevölkerung weiter zu sinken.
Dem heutigen Bibeltext entnehme ich, dass die Bewegung um Jesus an einem Scheideweg stand. Was war geschehen? Mit fünf Broten und zwei Fischen hatte Jesus etliche Tausend hungrige Menschen satt gemacht. Alle, die dabei waren, zeigten sich begeistert und wollten ihn zum König machen; doch Jesus entzog sich dem Volksbegehren.
Am nächsten Tag fanden sie ihn am Seeufer von Kapernaum und stellten ihm Fragen. Eine lautete: „Was sollen wir tun, um nach Gottes Willen zu handeln?“ Mehrmals betonte Jesus, dass es darauf ankomme, an ihn zu glauben. Davon hänge das ewige Leben ab: „Denn das ist der Wille meines Vaters, dass, wer den Sohn sieht und glaubt an ihn, das ewige Leben habe; und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage.“ (Joh 6,40)
Dieser von Jesus formulierte Anspruch sorgte für offenen Widerspruch. Die Zuhörer meinten, Jesus sei ein religiöser Hochstapler, kannten sie seinen Vater und seine Mutter doch bestens. „Wie kann er jetzt sagen: Ich bin vom Himmel gekommen?“ (V. 42) Selbst jenen ging es zu weit, die sich mit ihm verbunden fühlten. Viele Jünger kehrten Jesus den Rücken.
Wie reagierte Jesus darauf? Er begann nicht, die Wahrheit zu relativieren und seine Aussagen abzuschwächen, um seine Nachfolger zu halten. Im Gegenteil: Selbst seinen engsten Vertrauten stellte er es frei, zu bleiben oder zu gehen. Er blieb bei seinem Anspruch: „Ewiges Leben gibt es nur durch den Glauben an mich.“ Das fand man reichlich anmaßend.
Wer heute darauf besteht, dass es Rettung, Erlösung, ewiges Leben nur durch Jesus Christus gibt, wird in einer pluralistischen Gesellschaft schnell als Fundamentalist abgestempelt. Bis heute gilt: Wenn es um Jesus geht, muss man mit Spannungen rechnen.

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