Andachten

Andacht

Andacht 11.09.2020

11. September 2020 | Udo Worschech

Andacht 11.09.2020

Bildnachweis: Monika Breiholz

Und das Meer ist nicht mehr.

Wir lesen hier eine Beschreibung der neuen Welt. Schade eigentlich, dass es das Meer dann nicht mehr geben wird. Aber natürlich wird nicht jeder das so empfinden. Denn, wer die Berge liebt, wird dem Meer vielleicht nicht so viel abgewinnen können. Dennoch ist ein feuriger Sonnenuntergang am Meer ebenso erhebend wie das Alpenglühen, wenn die Sonne untergeht.
Himmel und Erde werden vergehen mit all ihrer Schönheit – und Grausamkeit. Diese Widersprüchlichkeit, die sich nicht nur in der Natur, sondern auch in Herz und Seele des Menschen wiederfindet, war der ureigenste Anlass zur Niederschrift der Worte Gottes über das unselige Mit- und Gegeneinander der Menschheit. Dieses zeigt sich in der menschlichen Geschichte, im Verhältnis zum Nächsten und in der Verwirrung von Gut und Böse in mir selbst (vgl. Röm 7,19–25; Jak 1,13–15).
Diese dramatische Auseinandersetzung, die sich heute recht anschaulich am verantwortungslosen Verhalten und Handeln einiger Regierenden in noch nie dagewesener Weise – weil global – offenbart, hat den Geist der Menschen gepackt und ihren Verstand gerüttelt, sodass sie nicht mehr klarsehen und verstehen können.
Aber die Macht der Tiere aus dem Meer, die die Welt betreten, oder die Abyss (Tiefe), aus der Mächte der Finsternis hervorkommen, um die Welt zu zerstören und die Menschheit in den Abgrund zu reißen, werden mit einem lapidaren Satz beendet: „Und das Meer ist nicht mehr.“ Das Meer steht in Offenbarung 21,1 als apokalyptisches Symbol für den Ursprungsort des Bösen. Dieses Böse wird es auf der neuen Erde nicht mehr geben. Aber das Meer und die Berge und die Sonne wird es geben – nur anders!
So sehen wir uns also an diesem Tag wieder hineingestellt zwischen Gut und Böse, zwischen Hoffnung und Enttäuschung, zwischen Liebe und Hass. Aber auch zwischen den Verheißungen, die sich für jeden persönlich erfüllt haben, die aufrichten und Hoffnung geben für heute und für die Zukunft. Sie helfen, über die Widersprüchlichkeiten in uns und in dieser Zeit das Wort des Wartens und das Wort von dem „Dennoch-des-Glaubens“ zu stellen: „Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand, du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich am Ende mit Ehren an.“ (Ps 73,23–24)

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