Andachten

Andacht

Andacht 22.09.2020

22. September 2020 | Günther Hampel

Andacht 22.09.2020

Bildnachweis: Monika Breiholz

Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.

Der erste Satz der Gebote lautet in der wörtlichen Übersetzung des hebräischen Textes: „Ich bin Jahwe, dein Gott.“ Jahwe heißt „Ich bin, der ich bin“ im Sinne von „Ich bin die Wirklichkeit, auf die ihr euch verlassen könnt“. Am Sinai offenbarte sich der unsichtbare und unverfügbare Gott als Herr Israels und als Herr der Welt.
Der Anspruch „Ich bin der Herr“ wirft Licht auf unser ganzes Leben. Menschsein heißt: sich entscheiden zu müssen, in ein weites Feld von Beziehungen und Abhängigkeiten gestellt zu sein. Wir sind nicht eingefasst in die Natur, sind nicht instinktgeleitet, sondern leben in ständiger Auseinandersetzung mit dem eigenen Ich, mit unserer Umwelt und dem, was auf uns zukommt. Unsere Existenz ist dem Anspruch des biblischen Gottes und zugleich dem der irdischen Herren und Mächte ausgesetzt.
Unser Leben ist umstellt von vielerlei Mächten und Herrschaftsansprüchen. Da sind Menschen, die uns beanspruchen: Eltern, Verwandte, Lehrer, Arbeitgeber, Wirtschaftsplaner, Leute, die Zeitungen machen oder Rundfunk- und Fernsehsendungen produzieren und so die öffentliche Meinung beeinflussen. Daneben gibt es unsichtbare Kräfte, die nach uns greifen: dämonische Mächte, Triebe, Gebundenheiten – seien es Sorge, Liebe, Neid, Sexualität, Habgier, Stolz, Eigensinn oder auch die eigene Selbstherrlichkeit. Wir sind geprägt durch unsere Veranlagung, durch seelische Befindlichkeiten und durch unser Gefühlsleben. Nicht zuletzt sind wir auch durch die Geschichte bestimmt, durch das Milieu, in dem wir uns vorfinden.
Was ist der Mensch? Ist er mehr oder weniger ein Spielzeug der Mächte oder ein Sklave des Schicksals? Die Bibel lässt uns wissen, dass alle Mächte, Herrschaften und Gewalten keine letzte Gewalt über uns haben, weil Gott gesagt hat: „Ich bin der HERR, dein Gott.“ Und er ist keiner von den Herren, die Freiheit versprechen und Knechtschaft bescheren.

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