Andachten

Andacht

Andacht 25.09.2020

25. September 2020 | Roland E. Fischer

Andacht 25.09.2020

Bildnachweis: Monika Breiholz

Und siehe, da begegnete ihnen Jesus und sprach: Seid gegrüßt! Und sie traten zu ihm und umfassten seine Füße und fielen vor ihm nieder. Da sprach Jesus zu ihnen: Fürchtet euch nicht!

Die Bibel berichtet vor allem im Alten Testament häufig von Begegnungen, die Menschen mit Gott hatten. Diese sogenannten Theophanien lösten bei den Menschen Bestürzung, Angst und Erschrecken aus. Von Mose am brennenden Dornbusch wird berichtet, dass er „sein Angesicht verhüllte und sich fürchtete“ (2 Mo 3,6). Das Volk Israel bei der Gesetzgebung am Berg Sinai „zitterte vor Angst“ (2 Mo 19,16 GNB). Jesaja sah in einer Vision Gott auf seinem Thron sitzen und befürchtete: „Weh mir, ich vergehe!“ (Jes 6,5)
Der Religionswissenschaftler Rudolf Otto, dessen Geburtstag sich heute zum 150. Mal jährt, beschrieb in seinem Buch Das Heilige die Begegnung mit dem Göttlichen als das „tiefst innerliche Erzittern und Verstummen der Seele bis in ihre letzten Wurzeln hinein“.
Diese menschlichen Reaktionen sind mehr als verständlich. Stellen wir uns eine Begegnung mit Gott vor, dem absolut Heiligen, dem Allmächtigen und Allwissenden, dem Schöpfer und Herrscher – wir würden auch erschrecken und verstummen.
Doch gleichzeitig fällt auf, dass bei diesen Gotteserscheinungen immer auch die Botschaft verkündet wurde: „Fürchte dich nicht! Habt keine Angst!“ Gott will ganz offensichtlich kein Erschrecken und Entsetzen hervorrufen, er will nicht gefürchtet und gemieden werden. Auch Jesus rief mit manchen Begegnungen bei seinen Jüngern und Jüngerinnen Furcht und Schrecken hervor; doch auch er rief ihnen stets zu: „Fürchtet euch nicht!“
So zieht sich die Botschaft von der Befreiung von Furcht, von der angstfreien Gottesbegegnung, wie ein roter Faden durch die Bibel. Gott möchte nicht gefürchtet, sondern geliebt werden.
Auch wir können heute noch Gott begegnen, und wir begegnen ihm vor allem in der Person Jesus Christus. Es ist die Begegnung mit einem gütigen, menschenfreundlichen Gott, mit dem liebenden Vater. „Wer mich sieht, sieht den Vater“, sagt Jesus. So wie Jesus sich den Menschen in Wohlwollen und Freundlichkeit, in Güte und Liebe zuwandte, so ist Gott. Vor diesem Gott muss ich mich nicht fürchten, diesen Gott darf ich lieben.

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