Andachten

Andacht

Andacht 27.09.2020

27. September 2020 | Günter Schlicke

Andacht 27.09.2020

Bildnachweis: Katarzyna Wendt

Der HERR behütet dich; der HERR ist dein Schatten über deiner rechten Hand, dass dich des Tages die Sonne nicht steche noch der Mond des Nachts.

Frau Müller wälzt sich ruhelos im Bett von einer Seite auf die andere und fühlt sich morgens wie gerädert. Kopf und Glieder schmerzen und die Migräne meldet sich auch schon. „Was ist nur mit mir los?“, fragt sie sich.
Viele leiden ähnlich wie sie. Sie sind wetterfühlig; manche nennen es sogar wetterkrank. Lange Zeit wurden diejenigen, die auf Wetterumschwünge mit gesundheitlichen Beschwerden reagieren, als Simulanten abgestempelt, weil keine körperlichen Ursachen diagnostiziert werden konnten. An andere Möglichkeiten dachte keiner. Heute erforschen Wissenschaftler dieses Phänomen, weil sie um die Verknüpfung von Körper, Seele und Geist wissen.
Es scheint, als ob manchen Menschen zur Zeit des Alten Testamentes auch schon das Wetter in den Knochen lag und ihren Kopf brummen ließ. Der Wechsel von der Hitze am Tag auf die Kälte in der Nacht setzte ihnen auf ihrer Wallfahrt nach Jerusalem zu; die Stimmung wurde gedrückt. Zudem führte der Weg über weite Strecken bergauf. Dann ermunterte der heutige Wallfahrtspsalm die Pilger und erinnerte sie daran, dass Gott ihr Schutz und Schirm (vgl. Ps 1) ist.
Dass das Wetter unsere Stimmung beeinflusst, steht außer Frage. Wenn uns morgens die Sonne ihre goldenen Strahlen ins Gesicht wirft und dazu noch die Vögel lustig zwitschern, fällt das Aufstehen leichter. Ist es aber trübe und regnerisch und heult ein Sturm um das Haus, bleiben wir am liebsten liegen und ziehen die Decke über den Kopf, um weiterzuschlafen. In der kalten Jahreszeit ist es am schlimmsten. Aber auch beim Mondwechsel schlafen viele unruhig, wälzen sich von einer Seite auf die andere oder liegen stundenlang wach. Am Tag sind sie dann oft gereizt und missmutig.
Das Wetter mit seinen Hoch- und Tiefdruckgebieten sowie die Mondphasen gehören zu den Ordnungen dieser Welt. Daran können wir nichts ändern. Auch dass uns „Sonne und Mond stechen“, können wir nicht verhindern. Unsere Stimmungsschwankungen dürfen wir aber nicht als Gradmesser für unsere Beziehung zu Jesus werten.
Wer gerade heute unter einem „grauen Tag“ leidet, darf wissen: Jesus ist immer bei uns, wenn wir ihn darum bitten; egal wie das Wetter ist oder wie wir uns gerade fühlen.

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