Andachten

Andacht

Andacht 28.09.2020

28. September 2020 | Gerhard Mellert

Andacht 28.09.2020

Bildnachweis: Katarzyna Wendt

Ich danke dem HERRN von ganzem Herzen und erzähle alle deine Wunder.

Es ist nicht mehr zu übersehen. Die Farben der Bäume haben sich geändert. Die Blätter werden immer bunter. Das heißt, der Sommer verabschiedet sich und der Herbst hält mehr und mehr Einzug. An dieser Schwelle zwischen Sommer und Winter feiern wir nach altem Brauch das Erntedankfest. Wer keinen Obst- oder Gemüsegarten hat, den wird es vermutlich nicht so sehr interessieren, ob es ein gutes oder schlechtes Erntejahr war. Unsere Regale im Supermarkt sind voll mit Lebensmitteln. Und wenn es ein schlechtes Jahr für Kirschen gab, merken wir das allenfalls am gestiegenen Preis. Sollen wir also dieses Dank-Fest abschaffen, weil wir mit den Begriffen „Missernte“ und „gute Ernte“ nicht mehr viel anfangen können? Nein – bitte nicht. Denn warum soll unser Dank-Fest nur für eine erfolgreiche Ernte gelten? Wie wäre es, wenn wir Erntedank einmal als Tag des allgemeinen, allumfassenden Dankens begehen würden?
Mit dem Danken ist es ja so eine Sache. Es ist uns nicht unbedingt in die Wiege gelegt, sondern muss gelernt werden. Wenn ich als Kind vom Metzger ein Stück Wurst geschenkt bekam, sagte meine Mutter zu mir: „Und, wie sagt man?“ Auch heute höre ich manchmal Eltern sagen: „Nun sag mal schön Danke.“ Es geht mir hier aber nicht um ein mechanisches Danke-Sagen, sondern darum, dass man zu einem dankbaren Menschen heranreift. Dankbare Menschen öffnen ihre Augen für das Gute und Schöne. Danken hat viel mit bewusstem Denken zu tun. Ich bin gelegentlich enttäuscht und traurig, sehe aber nicht nur die Sackgassen oder Niederlagen. Die gibt es in jedem Leben. Wenn ich anfange nachzudenken, kann ich erkennen, was mir schon alles gegeben wurde. Dann stelle ich fest, dass ich täglich Grund zum Danken habe. Ich freue mich, dass ich Urlaub hatte und Gottes schöne Natur bewundern konnte. So werde ich, wenn die Tage jetzt wieder kürzer werden, nicht jammern, dass der Sommer vorbei ist, sondern dankbar sein für die schöne Zeit, die ich erlebt habe.
Studien besagen, dass viele Menschen, die sich auf das Positive im Leben konzentrieren, entspannter, zufriedener, gesünder und glücklicher sind. Sie sind weniger anfällig für Neid und Wutanfälle. Das ist doch ein guter Grund, es einmal mit dem Danken zu versuchen. Nicht nur einmal im Jahr, sondern jeden Tag.

Zurück

UNSER GLAUBE

Die Glaubensüberzeugungen der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten sind dazu angelegt, das ganze Leben zu durchdringen. Die heiligen Schriften der Bibel zeichnen ein überzeugendes Porträt von Gott.
Jeder ist eingeladen, den EINEN zu entdecken, zu erleben und kennen zu lernen, der nichts anderes, als uns heilen will.

Mehr herausfinden