Andachten

Andacht

Andacht 30.09.2020

30. September 2020 | Sylvia Renz

Andacht 30.09.2020

Bildnachweis: Monika Breiholz

Darum spricht Gott der HERR: Siehe, ich lege in Zion einen Grundstein, einen bewährten Stein, einen kostbaren Eckstein, der fest gegründet ist. Wer glaubt, der flieht nicht.

Melissa Hatheier beginnt jeden Tag mit einer Runde Schwimmen in einem Felsenbecken am Strand von Cronulla bei Sydney. Eines Morgens entdeckte sie einen Hai, der sich in das Becken verirrt hatte. Statt in Panik zu flüchten, trieb Melissa den Hai ins flache Wasser, sprang ihm auf den Rücken und drückte mit den Knien seine Flossen auf den Boden. Dann packte sie ihn am Nacken und schleuderte ihn über eine kleine Mauer zurück ins tiefe Wasser.
Diese Meldung im Sydney Morning Herald gab mir zu denken. Ich weiche unangenehmen Situationen am liebsten aus. Ich meide Gefahren; und wenn das nicht möglich ist, laufe ich davon, schon aus meinem Selbsterhaltungstrieb heraus. Und doch ist das nicht immer die beste Reaktion. Manche Probleme werden schlimmer, wenn ich ihnen den Rücken kehre, sie ignoriere oder verdränge. Ob die tapfere Schwimmerin aus Australien eine gläubige Frau ist? Eine gründliche Analystin? Eine spontane Zupackerin? Immerhin argumentierte sie, der Hai sei ja nur einen Meter lang gewesen. Sie hatte also kurz über das Risiko nachgedacht und war zu dem Schluss gekommen: „Das ist zu schaffen!“ Sie besaß genügend Mut, um diese Aktion zu wagen.
Worauf gründe ich mein Vertrauen? Wenn ich mich nur auf meine eigenen Ressourcen besinne, werde ich ängstlich vor Gefahren zurückzucken. Auch ich schwimme gern im Meer, manchmal mehrere Kilometer weit. Dabei vermeide ich den Gedanken an Haie und mag es nicht besonders, wenn ein armlanger Fisch meinen Fuß streift oder eine Riesenschildkröte unter mir daherpaddelt. Ich weiß aber auch im tiefen Wasser, dass mein Leben festen Halt hat. Ich vertraue auf den Schöpfergott, der alles weiß und alles sieht und mein Leben bis ins Detail und meinen Todestag kennt.
Der heutige Bibeltext beschreibt den kostbaren Eckstein, der beim Bau des salomonischen Tempels dem Gebäude die nötige Ausrichtung gab und der auf den rettenden Jesus verweist. Viele Bauarbeiter stießen sich an diesem großen Marmorblock wund, weil er mitten im Weg stand. Aber an seinen rechten Platz gebracht, war er das fehlende Teil im „Baupuzzle“, das wichtigste Element. Jesus gibt auch mir Stabilität. Er hilft mir, dass ich mich dem stellen kann, was heute auf mich zukommt.

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