Andachten

Andacht

Andacht 02.10.2020

02. Oktober 2020 | Heidemarie Klingeberg

Andacht 02.10.2020

Bildnachweis: Monika Breiholz

HERR, mein Gott, schon oft warst du meine Rettung. Als der Kampf um mich tobte, hast du mich beschützt.

Gleich beginnt das Konzert im Herkulessaal der Münchner Residenz mit der Sinfonie Nr. 41, der Jupiter-Sinfonie, der letzten großen Komposition von Wolfgang Amadeus Mozart. Auch auf den zweiten Teil bin ich sehr gespannt, ein Werk des schwedischen Komponisten Wilhelm Stenhammar.
Ich sollte sicherheitshalber noch einmal nachsehen, ob ich mein iPhone tatsächlich auf Flugbetrieb geschaltet habe. Mobiltelefone haben ja die Eigenschaft, gerade dann zu läuten, wenn man es am wenigsten gebrauchen kann. Ich greife in meine Handtasche und erschrecke – das Gerät ist nicht am gewohnten Platz. Auch die Suche in allen anderen Fächern bleibt ohne Ergebnis. Wir hatten uns ein paar Fotos angesehen, bestimmt liegt es noch auf dem Tischchen im Foyer. Ich werde in der Pause nachsehen. Jetzt lasse ich mir die Freude am Konzert nicht nehmen. „Lieber Gott, bitte kümmere dich darum, dass ich mein Handy wiederbekomme!“ Blitzschnell spiele ich ein paar Möglichkeiten durch. Ich müsste mir alle Daten wiederbeschaffen, eine ziemliche Mühe. Nur die Familienfotos wären unwiederbringlich verloren! Doch auch die Pause bringt keine Lösung. Das iPhone bleibt verschwunden …
Wunderbare Musik, die Stenhammar-Symphonie – ich genieße sie, die Gedanken an das Handy schiebe ich weg. Ich vertraue fest darauf, dass der Allmächtige mich nicht im Stich lässt. Nach dem Konzert gehören wir zu den letzten Gästen, die das Haus verlassen. Die Dame an der Garderobe ist sehr freundlich: Ja, es sei ein Mobiltelefon abgegeben worden, Fundsachen könnten wir beim Pförtner abholen.
„Herr mein Gott, ich habe schon so oft deine Hilfe erfahren.“ Und es fasziniert mich immer wieder, dass der große, allmächtige Gott sich zu uns winzigen Menschlein herabneigt. Er kümmert sich nicht nur um die ganz großen, wichtigen Dinge, bei denen es um Leben und Tod geht. In seiner großen Liebe und Geduld beseitigt er sogar die Folgen meiner selbst verschuldeten, dummen Fehler. Ja, jede Kleinigkeit meines Lebens darf ich ihm anvertrauen. Es ist kein Automatismus, dass er alles wieder in Ordnung bringt – das wäre vermessen anzunehmen –, und dennoch ist er mir in jedem Augenblick nahe, passt auf mich auf und hält mich fest. Davon lebe ich – jeden Tag neu.

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