Andachten

Andacht

Andacht 03.10.2020

03. Oktober 2020 | Hanna Klenk

Andacht 03.10.2020

Bildnachweis: es.war.einmal.. / photocase.de

Die Brüder Josefs aber fürchteten sich, als ihr Vater gestorben war, und sprachen: Josef könnte uns gram sein und uns alle Bosheit vergelten, die wir an ihm getan haben.

Viele olympische Siege wurden mit ihnen errungen und Fußballweltmeisterschaften gewonnen – mit Sportschuhen von Adidas oder Puma. Dahinter steht die tragische Geschichte zweier Brüder: Adolf und Rudolf Dassler. Sie wollten nicht nur Filzpantoffeln herstellen wie ihr Schuhmachervater, sondern Großes erreichen. 1924 wurde die Firma „Gebrüder Dassler Schuhfabrik“ ins Handelsregister eingetragen. Leider entzweiten sie sich und fanden zeitlebens nicht mehr zueinander. Adolfs Unternehmen wurde zu Adidas, Rudolf nannte seine Firma zunächst Ruda und wählte dann den Puma als Markenzeichen. Bis heute konkurrieren die Marken.
Echte Versöhnung – und nicht bloß diplomatisches Händeschütteln oder eine entschuldigende Niederlegung eines Kranzes vor einem Denkmal – ist schwierig zu erreichen. Konflikte werden oft regelrecht zu Familientraditionen. Die Fronten sind verhärtet.
Eine solche Familiengeschichte wird auch in der Bibel erzählt. 17 lange Jahre waren vergangen, seitdem Josef seine Familie nach Ägypten geholt hatte. Solange der Vater Jakob lebte, fühlten sich die Brüder sicher vor der Rache Josefs, den sie misshandelt und als Sklaven verkauft hatten. Dann, nachdem der Vater gestorben war, kam die Angst wieder hoch. Darum erinnerten sie ihren Bruder, der in einer hohen ägyptischen Position stand, an den Befehl des Vaters, einander zu vergeben. Scheinbar reichte ihnen die emotionale Begegnung nicht, bei der Josef sich ihnen viele Jahre zuvor zu erkennen gegeben hatte. Vielleicht war seine Freude ja nur vorgetäuscht? Wahrscheinlich hielt er sich mit seiner Rache nur so lange zurück, bis der Vater aus dem Weg war. Sie gingen schließlich zu ihm, fielen vor ihm nieder und bekannten: „Siehe, wir sind deine Knechte.“ So erfüllte sich der Traum aus Josefs jungen Jahren.
Und Josef? War er noch derselbe, noch immer Vaters Liebling? Stolzierte er in seinem bunten Kleid vor ihnen? Nein. „Josef aber sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Stehe ich denn an Gottes statt? Ihr gedachtet es böse mit mir zu machen, aber Gott gedachte es gut zu machen.“ (V. 19–20)
Echte Versöhnung ist möglich, wenn ich mich von Gott verändern lasse!

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