Andachten

Andacht

Andacht 05.10.2020

05. Oktober 2020 | Albrecht Höschele

Andacht 05.10.2020

Bildnachweis: Weigand / photocase.de

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht.

Beim Abendmahlsgottesdienst erzähle ich – nicht nur für die Kinder – manchmal die Geschichte vom alten Bäcker. Manche sagen, er hätte einen Tick, doch die meisten halten ihn für menschenfreundlich, gütig und weise. Er weiß, dass man Brot nicht nur zum Sattessen braucht. Eines Tages kommt zum Beispiel ein Busfahrer vorbei, der ganz traurig dreinschaut: „Ja, ich habe Angst um meine kleine Tochter. Sie ist gestern aus dem Fenster gefallen – vom zweiten Stock.“ Da nimmt der Bäcker ein Stück Brot, teilt es zwischen sich und dem Mann und sagt: „Ich will an Sie und Ihre kleine Tochter denken ...“ Der Busfahrer versteht, und sie essen schweigend und denken an das Kind im Krankenhaus. Ein andermal rennt ein verängstigter Junge herein, schließt einfach die Ladentüre und ruft: „Mein Vater kommt und will mich schlagen!“ Der ist ihm auch gleich wütend auf den Fersen, doch der Bäcker ruft: „Hier wird niemand geschlagen! Komm, iss ein Stück Brot mit uns.“ Sie essen gemeinsam und werden wieder ruhig. Und der Vater lächelt auf einmal und geht mit seinem Sohn friedlich nach Hause.
Erntedank! Wir feiern in der Gemeinde, dass wir Beschenkte sind. Neben der reichen Auswahl an Obst und Gemüse gibt es auch Brot. Wir loben Gott und danken außerdem für das „Brot des Lebens“ (Joh 6,35.48), das er uns schenkt. Wir Menschen brauchen beides.
Die Bibel kann bei uns jeder problemlos und ungestraft kaufen. Es gibt Bücher und DVDs über Gott. Christliche Radio- und Fernsehsendungen, Freizeiten, Urlaub mit Gläubigen: Wort Gottes – Lebensbrot in Hülle und Fülle. Und wie das Brot nur Kraft gibt, wenn wir es essen, verhält es sich beim Wort aus Gottes Mund. Damit unser Leben gelingt, benötigen wir Orientierung, Zuspruch, Korrektur, Lebenssinn, den Ausgangs- und Zielpunkt durch das lebendige Wort – Jesus, Gottes Sohn (Joh 1,1).
Da will ich gerne dem Liederdichter folgen: „O Wort aus Gottes Mund! Noch nie genug erwägt, dich hab ich mir allein zum Grund der Seligkeit gelegt. Hilf, dass mein Lebensweg nach dieser Richtschnur geh, dass ich beim Spiegel deines Worts, solang ich lebe, steh.“ (ghs, Nr. 154)

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