Andachten

Andacht

Andacht 09.10.2020

09. Oktober 2020 | Jessica Schultka

Andacht 09.10.2020

Bildnachweis: cydonna / photocase.de

Marta aber machte sich viel zu schaffen, ihnen zu dienen. Und sie trat hinzu und sprach: Herr, fragst du nicht danach, dass mich meine Schwester lässt allein dienen? Sage ihr doch, dass sie mir helfen soll! Der Herr aber antwortete und sprach zu ihr: Marta, Marta, du hast viel Sorge und Mühe. Eins aber ist not. Maria hat das gute Teil erwählt; das soll nicht von ihr genommen werden.

Was für ein Skandal! Wie konnte Maria es wagen, sich einfach hinzusetzen, das Leben zu genießen, zuzuhören und zu quatschen, während sie ihre Schwester schuften ließ?! Außerdem gehörte es sich nicht als Frau, sich in die Männergesellschaft einzumischen und den Platz eines Schülers einzunehmen. Das war den Männern vorbehalten. Umso erstaunlicher, dass Marta, die sich von Jesus Unterstützung erhoffte, von ihm noch eins auf den Deckel bekommt. Ist es nicht gut, christlich und geradezu geboten, Gäste zu bedienen und sie zu bewirten?
Anscheinend gibt es hier etwas, das Jesus wichtiger ist als alles äußere Dienen und Handeln. Er lobt ein bestimmtes Verhalten von Maria, das so gar nicht konform geht mit ihrer gesellschaftlichen Rolle. Dennoch verhielt sie sich in seinen Augen richtig, weil es, wie er sagt, nottut, also wichtig, notwendig und richtig ist. Was genau machte Maria also richtig?
Sie setzte eigene Prioritäten: Die Begegnung mit Jesus war ihr wichtiger als sich um Alltägliches zu kümmern.
Wie oft passiert es mir, dass ich so beschäftigt bin, meiner Arbeit nachzugehen, meine Aufgaben zu erfüllen und allen Erwartungen zu entsprechen, dass ich vergesse, worum es in meinem Christsein geht: um Begegnung. Die tägliche Begegnung mit ihm und auch mit anderen Menschen.
Maria setzte hier die richtige Priorität. Ihr war das sogar so wichtig, dass sie bereit war, Ärger in Kauf zu nehmen. Sie verließ ihre gesellschaftliche Rolle, um von Jesus zu lernen und ihm somit auch zu dienen.
Jesus erinnerte die Menschen damals (und damit auch uns immer wieder) daran, dass es uns passieren kann, dass wir aus lauter guter Absicht und mit voller Energie am Richtigen und Wichtigen vorbeilaufen. Der Sabbat ist eine Einladung, uns mal hinzusetzen, Zeit für Begegnung zu ermöglichen und damit das zu tun, was wirklich an der Reihe ist.

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