Andachten

Andacht

Andacht 29.10.2020

29. Oktober 2020 | Angelika Pfaller

Andacht 29.10.2020

Bildnachweis: claudiarndt / photocase.de

Darum soll mein Bogen in den Wolken sein, dass ich ihn ansehe und gedenke an den ewigen Bund zwischen Gott und allem lebendigen Getier unter allem Fleisch, das auf Erden ist.

Es ist etwa zwei Jahre her: Mein Termin nahe Bremen war soeben zu Ende und seit Stunden fegte ein Orkan über uns hinweg. Der gesamte Zugverkehr war eingestellt worden und mit Ersatzverkehrsmitteln ging es nur langsam voran. Meine Hoffnung, trotzdem nach Hause ganz in den Süden zu kommen und mit meinem Mann ein paar freie Tage zu genießen, schwand immer mehr. Ich bat Gott, uns doch diese gemeinsame Zeit zu ermöglichen. Als ich aus dem Busfenster sah, war zwischen den Wolken ein Regenbogen zu sehen – für mich das Zeichen, dass alles gut gehen würde.
In der Bibel wird der Regenbogen das erste Mal erwähnt, als eine schreckliche Katastrophe zu Ende gegangen war. Es hatte in Strömen geregnet, die Erde war mit Wasser bedeckt. Was war geschehen? Gott hatte es bereut, den Menschen gemacht zu haben.
Das Gute, das er für die Menschheit wollte, war dahin gewesen; sie hatten gelogen, betrogen, gestohlen, gemordet. Immer wieder hatte er versucht, sie zu überzeugen, sich zurückzubesinnen auf ein ihm wohlgefälliges Leben. Doch viel zu spät – als ihnen das Wasser buchstäblich bis zum Hals stand – hatten sie begriffen, was geschah. Und so nahm die Katastrophe ihren Lauf. Die einzigen Überlebenden waren Noah, seine Familie und die Tiere in der Arche. Trotz ihres großen Vertrauens in Gott muss dies ein traumatisches Erlebnis für sie gewesen sein. Keine anderen Menschen mehr weit und breit. Nur Wasser, soweit das Auge reichte. Als sie wieder festen Boden unter den Füßen hatten, machte Gott einen Bund mit Noah: „Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“ (1 Mo 8,22) Als Zeichen für dieses Versprechen setzte er einen Regenbogen in die Wolken.
Die Gewissheit, dass Gott uns liebt, dass er uns nicht vernichten möchte, sondern einen ewigen Bund mit uns geschlossen hat, tut mir gut. Er hat aber noch mehr getan: Er schenkte uns seinen Sohn, Jesus Christus. Aus Liebe gab er sein Leben für uns, nahm unsere Sünden auf sich, damit wir frei werden. Geben wir bei ihm unsere Schuld ab und erinnern wir uns an Gottes Bund – immer, wenn wir seinen Regenbogen in den Wolken sehen.

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