Andachten

Andacht

Andacht 02.11.2020

02. November 2020 | Günther Hampel

Andacht 02.11.2020

Bildnachweis: Weigand / photocase.de

Aber wir wissen, dass kein Mensch deshalb vor Gott als gerecht bestehen kann, weil er das Gesetz befolgt. Nur die finden bei Gott Anerkennung, die in vertrauendem Glauben annehmen, was Gott durch Jesus Christus für uns getan hat. Deshalb haben auch wir unser Vertrauen auf Jesus Christus gesetzt, um durch das Vertrauen auf ihn bei Gott Anerkennung zu finden und nicht durch Erfüllung des Gesetzes; denn mit Taten, wie sie das Gesetz verlangt, kann kein Mensch vor Gott bestehen.

Wie recht er hat, unser Bruder Paulus! Unsere Erlösung ist nicht Verdienst, sondern Gnadengeschenk Gottes. Das rein gedanklich zu verstehen bereitet uns keine Schwierigkeiten, aber wenn es gilt, diesen Grundsatz im christlichen Alltag umzusetzen, kommt mancher ins Schleudern. Gerechtfertigt ohne unser Zutun? Das geht uns gegen den Strich. Insgeheim lieben wir nämlich die Werkgerechtigkeit: Wir wollen etwas für unser Heil tun, möchten Leistung sehen und vollbringen, möchten Gott etwas anbieten, zu dem er Ja sagt.
Zur Zeit des Apostels Paulus lehrten einige Rabbiner, der Gläubige müsse sich vorstellen, er befinde sich mit seinem Schicksal in einer Waagschale. Sobald er ein gutes Werk mehr tue, als das Gegengewicht in der Schale der Schuld wiege, finde er bei Gott Anerkennung. Tue er zu wenig, werde er verdammt. Selbst heute ist manchem Christen dieses Waagschalendenken nicht fremd. Ein Sterbender wurde mit den Worten ermutigt: „Gott ist sehr gut zu Ihnen gewesen!“ Seine Antwort lautete: „Ja, aber ich bin zu ihm auch nicht schlecht gewesen!“
Nicht, dass gute Werke für unser Christsein bedeutungslos wären. Paulus, der so eindeutig von der Gnade sprach, wünschte den Christen in Thessalonich: Unser Herr Jesus Christus „tröste eure Herzen und stärke euch in allem guten Werk und Wort“ (2 Ths 2,17).
Aber: Werke sind nicht Voraussetzung für unsere Erlösung, sondern Frucht des Erlöstseins. Wer im Tun des Guten einen Weg sieht, sein Schuldkonto bei Gott in ein Habenkonto umzuwandeln, verschiebt die Akzente und versucht Unmögliches. Unsere Werke sind Antwort, nicht Angebot!

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