Andachten

Andacht

Andacht 06.11.2020

06. November 2020 | Jaimée M. Seis

Andacht 06.11.2020

Bildnachweis: Rike. / photocase.de

Der Herr hat zu mir gesagt: „Du brauchst nicht mehr als meine Gnade. Je schwächer du bist, desto stärker erweist sich an dir meine Kraft.“ Jetzt trage ich meine Schwäche gern. ... Denn gerade wenn ich schwach bin, dann bin ich stark.

Es ist bereits November und ich muss endlich die Topfpflanzen zum Überwintern in die Scheune bringen. Darunter ist auch ein Rosenstock in einem entsprechend großen Kübel. Da ich alles andere als eine muskelbepackte Walküre bin, mühe ich mich mit dem schweren Topf ab, um ihn in die dunkle Scheune zu tragen. Und da passiert es! Mit der Fußspitze bleibe ich an einem Hindernis hängen und bevor ich überhaupt reagieren kann, fliege ich samt Topf dem Boden entgegen. Die Hände, die ich fest am Topf habe, kann ich gar nicht so schnell lösen, um mich abzufangen, weshalb vor allem mein Gesicht diese Aufgabe übernimmt ...
Wie danach mein Spiegelbild mit Abschürfungen aussieht, kann man sich vorstellen. So einige andere Körperstellen tun mir auch weh. Dankbar bin ich Gott dennoch, dass ich mir nichts gebrochen habe. Aber es macht mich wieder einmal darauf aufmerksam, wie verletzlich wir sind. Mit fortschreitendem Alter nehmen außerdem die Kraft und Gesundheit ab. Doch das braucht mir keine allzu großen Sorgen zu bereiten, denn Gott hat uns lieb, ganz gleich, wie schwach oder alt oder krank wir sind. Er misst unseren Wert nicht daran, was wir können, sondern daran, wer wir für ihn sind und was er für uns bereit war zu tun. Wir sind seine wertvollen Kinder, für die er am Kreuz sein Leben gab. Nicht nur das. Er wurde ein Mensch wie wir, verletzlich. Er sagt: „Sieh her, ich habe noch immer die Wundmale eines zerschlagenen Körpers. Ich weiß, wie es dir geht. So halte diese Zeit auf Erden noch durch. Ich trage dich bis ins hohe Alter.“
Ja, er trug unsere Schmerzen und unsere Schwachheit und ehrte damit Gott. Das können wir hier auf Erden auch tun; Gott ehren, mit unserem Denken und Handeln, mit unserem Körper, selbst wenn er Blessuren, Krankheits- oder Alterserscheinungen aufweist. Wenn Jesus schließlich zurückkehrt, macht er uns neu. Und bis zu seiner Rückkehr macht er uns damit Mut, dass wir es ihm wert waren, uns in unserer körperlichen Verletzlichkeit gleich zu sein, – und damit, dass wir unseren Wert in seiner Liebe haben.

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