Andachten

Andacht

Andacht 07.11.2020

07. November 2020 | Hans Wilhelm

Andacht 07.11.2020

Bildnachweis: Katarzyna Wendt

Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und hernach lange sitzet und esset euer Brot mit Sorgen; denn seinen Freunden gibt er es im Schlaf.

Die Bibel enthält eine ganze Reihe von Versen und Sprüchen, die im Laufe der Jahrhunderte zu sogenannten geflügelten Worten wurden. Oft sind es klassische Aussprüche, die bei mehr oder weniger passenden Gelegenheiten zitiert werden, meist gedankenlos dahergesagt oder als Bonmot, als humorvolle Unterstreichung des Gesagten. Solchen geflügelten Worten liegt eine tiefere Bedeutung, ja Wahrheit zugrunde, die aber meist durch die Oberflächlichkeit des Gesagten untergeht.
Immer dann, wenn jemandem etwas besonders leichtfällt, wird dieser Spruch zitiert: „Den Seinen gibt’s der Herr im Schlaf!“
Salomo, der den heutigen Psalm verfasste, wollte hier deutlich machen, dass der, der Gottes Freund ist, sich keine Sorgen zu machen braucht. Trotz aller Probleme kann er im Vertrauen auf Gott ruhig schlafen, wenn er sein Handeln nach dieser Freundschaft mit Gott ausgerichtet hat.
Dieser Gedanke, dass ein Verbündeter, ein Freund Gottes sich nicht zu sorgen braucht, zieht sich durch die ganze Bibel, sowohl im Alten als auch im Neuen Testament. Eine der schönsten Aussagen in diesem Zusammenhang fand ich in Jeremia 17,7–8 (Hfa): „Doch ich segne jeden, der seine Hoffnung auf mich, den HERRN, setzt und mir ganz vertraut. Er ist wie ein Baum, der nah am Bach gepflanzt ist und seine Wurzeln zum Wasser streckt: Die Hitze fürchtet er nicht, denn seine Blätter bleiben grün. Auch wenn ein trockenes Jahr kommt, sorgt er sich nicht, sondern trägt Jahr für Jahr Frucht.“ Ein tolles Bild! Welch eine Gewissheit, welch eine Ruhe geht davon aus. Wohl dem, der lernt, sich auf Gott statt auf seine eigenen Vorstellungen und Gefühle zu verlassen. Gefühle hängen von so vielen wechselhaften Umständen ab, Stimmungen gleichen oft einem stürmischen Meer. Wir brauchen einen Steuermann, der uns sicher durch die Brandung führt. Ich bewundere Menschen, die aus der Gewissheit ihres Glaubens leben. Auch sie haben ihre Schwächen und Macken, aber sie haben vor allem eines: ein unglaubliches Vertrauen in die Allmacht Gottes. Sie haben ihre „Wurzeln zum Wasser gestreckt“. Sollten wir das nicht auch versuchen?

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