Andachten

Andacht

Andacht 08.11.2020

08. November 2020 | Alexander K.

Andacht 08.11.2020

Bildnachweis: Monika Breiholz

Doch Jahwe sprach weiter: „Ich habe sehr wohl gesehen, wie mein Volk Israel in Ägypten misshandelt wird, und habe sein Schreien wegen der Antreiber gehört. Ja, ich kenne seine Schmerzen.“

Wie empfanden wohl Mose und das Volk Israel diese Aussage Gottes?
Mose führt seit 40 Jahren das Leben eines Flüchtigen und Exilanten, weil er sich seine Zukunft durch eine Affekthandlung verbaute. Das Elend seines Volkes, das er damals mitbekommen hatte und gegen das er sich mit ganzer Kraft stemmen wollte, nahm seither zu. Für ihn persönlich sieht es nicht besser aus. Ein Mann seiner Herkunft, mit solchen Fähigkeiten und bestmöglicher Ausbildung, führt ein Leben als Nomade und Schafhirte.
Das Volk Israel wartet bereits seit 400 Jahren darauf, von seinem Sklavendasein befreit zu werden. Wie oft hatten Eltern ihren Kindern von der Hoffnung auf das Ende der Sklaverei erzählt. Und doch musste eine Generation nach der anderen in Ägypten begraben werden. Und mit ihnen ein Teil der Freiheitshoffnung.
Klingt da die Aussage Gottes „Ich habe es gesehen und gehört“ nicht zynisch? Wir fragen uns: Warum tut Gott denn nichts dagegen? Wenn er allmächtig ist, warum ändert er nichts an der Situation? Welchen Sinn hat andauerndes Leiden? Meist finden wir darauf keine zufriedenstellende Antwort.
Doch dann frage ich mich, ob diese Aussage nicht auch zeigt, wie nah Gott das Leiden seiner Kinder geht und dass wir keineswegs alleine sind, selbst wenn wir es so empfinden? Manchen widerfährt schlimmstes Leid und himmelschreiende Ungerechtigkeit. Das bedeutet aber keineswegs, Gott hätte uns aufgegeben oder gar verlassen. Im Gegenteil. „Nun bin ich gekommen, um es aus der Gewalt der Ägypter zu befreien. Ich will es … herausführen in ein gutes und geräumiges Land. Ich bringe es in ein Land, das von Milch und Honig überfließt.“ (V. 8 NeÜ) Gott nimmt also nicht nur Anteil, er beruft noch dazu Mose, um das Volk endlich aus Ägypten herauszuführen.
Worin besteht dein Leiden, dein Ägypten? Bist du verzweifelt und fühlst dich verlassen? Du darfst dir sicher sein: Gott kennt nicht nur deinen Schmerz und sieht ihn. Nein, er arbeitet bereits an einer dauerhaften Lösung. Vertrau auch heute darauf!

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