Andachten

Andacht

Andacht 10.11.2020

10. November 2020 | Günter Lentzsch

Andacht 10.11.2020

Bildnachweis: Monika Breiholz

Wenn der HERR die Gefangenen Zions erlösen wird, so werden wir sein wie die Träumenden. Dann wird unser Mund voll Lachens und unsre Zunge voll Rühmens sein. Da wird man sagen unter den Völkern: Der HERR hat Großes an ihnen getan! Der Herr hat Großes an uns getan; des sind wir fröhlich.

Vor 74 Jahren, nämlich 1945, wurde Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg von den Siegermächten in vier Besatzungszonen aufgeteilt. Auch in Berlin entstanden vier Sektoren. Am Anfang konnte man sich noch relativ frei zwischen den Gebieten bewegen; weil aber viele vom Osten in den Westen flohen, wurden die Grenzen am 13. August 1961 zwischen dem sowjetischen Teil und den anderen Teilen durch Zäune, später durch Mauern befestigt, und bewacht, sodass man Ostberlin und die DDR nicht mehr verlassen konnte. 28 Jahre lang waren die DDR-Bürger eingesperrt. Viele Fluchtversuche endeten mit dem Tod. Manche wurden erschossen, andere ertranken in der Ostsee oder anderen Grenzgewässern, oder kamen ins Gefängnis.
In den achtziger Jahren wuchs die Unzufriedenheit. Es kam zu Friedensgebeten und Demonstrationen, manche flohen in bundesdeutsche Botschaften im Ausland, um so in die Bundesrepublik zu kommen.
Am späten Abend des 9. November 1989, nach einer irritierenden DDR-Pressekonferenz, wurde an Berliner Grenzübergängen von Demonstrierenden die Öffnung der Grenzen erstritten. Tausende DDR-Bürger überquerten freudestrahlend die Grenzen. Einer rief vor Freude in die Kamera: „Wer jetzt schläft, ist tot!“ Auf der Autobahn A2 entstand am 10./11. November von Helmstedt bis Magdeburg ein 50 km langer Stau in Richtung Westen.
Es war nicht die Wiederkunft Jesu, was damals geschah. Nicht alle Träume und Wünsche haben sich erfüllt. Aber anhand der tiefen Sehnsucht und Freude, die die Menschen schon bei diesem irdischen Ereignis ergriff, können wir vielleicht erahnen, wie es einmal sein wird.
Nicht derjenige liebt die Wiederkunft des Herrn, der sagt, sie liegt noch in weiter Ferne, auch nicht der, der sagt, sie steht unmittelbar bevor; sondern derjenige, der sie mit ernstem Glauben, fester Hoffnung und brennender Liebe erwartet, ganz gleich, ob sie fern oder nah ist. Augustinus (350-430)

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