Andachten

Andacht

Andacht 15.11.2020

15. November 2020 | Wilfried Krause

Andacht 15.11.2020

Bildnachweis: suschaa / photocase.de

Seid allezeit fröhlich.

Während ich mich mit den Eltern unterhielt, sprang der vierjährige Asalon im Zimmer umher und wiederholte ständig: „Ich bin fröhlich! Ich bin fröhlich!“ Ich fragte ihn: „Warum bist du fröhlich?“ Darauf antwortete er: „Wir gehen gleich spazieren.“
Dieses kleine Erlebnis ging mir noch Tage nach und regte mich an, weiter darüber nachzudenken. Zuerst hörte ich in mich hinein, um zu erforschen, wie es um meine eigene Fröhlichkeit bestellt war. Zum Springen war mir nicht zumute; und das lag nicht nur an meinem Alter. Danach befragte ich meine Smartphone-Konkordanz und war überrascht, wie viele „Fröhlich-Verse“ mir angezeigt wurden. Bereits seinem Volk Israel hatte Gott immer wieder einmal Fröhlichkeit verordnet. Schließlich kam ich bei „Seid allezeit fröhlich“ an. Ich wollte Paulus fragen: „Lieber Bruder, wie sah es bei dir mit dem seelischen Allzeithoch aus? Hast du nicht selbst an die Christen in Korinth geschrieben, dass du eine Zeit durchlebt hast, in der du wegen der Bedrängnisse am Leben verzagt bist?“
Es gibt Zeiten, in denen Traurigkeit und bedrückende Umstände keinen Raum dafür lassen, fröhlich zu sein. Allerdings dürfen wir uns mit dem Tiefstand nicht einfach abfinden. Was tun? Es fällt auf, dass Gott den Aufruf zur Fröhlichkeit immer wieder an das gesamte Volk richtete. Ein solcher Anlass war das Laubhüttenfest. An diesen sieben Tagen wurden alle aufgefordert, die Sorgen zu Hause zu lassen, um fröhlich zu feiern. Die Traurigen wurden förmlich in eine Gruppentherapie eingebunden. Ich bin sicher, dass viele die bedrückenden Lebensumstände danach aus einer anderen Perspektive wahrnehmen konnten.
Auch die christliche Gemeinde ist ein Ort, wo Traurige wieder fröhlich werden sollen. Manchmal hilft es schon, wenn Jung und Alt miteinander singen oder essen. Selbst ein einfaches Kinderprogramm im Gottesdienst kann dazu beitragen. Gut vorbereitete Lobpreiszeiten, der jeweiligen Gemeinde angepasst, werden Herzen erwärmen. Immer wieder dürfen wir uns erinnern: Bei Gott darf ich meine Sorgen abgeben, die mich bedrücken. Und wo mich Schuld nach unten zieht, halte ich mir vor Augen: Christus ist für meine Sünde gestorben.
Es stimmt, Fröhlichkeit kann nicht befohlen werden, doch erstrebenswert ist sie allemal, weil sie Leib und Seele darin unterstützt, gesund zu bleiben oder zu werden.

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