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Andacht

Andacht 19.11.2020

19. November 2020 | Holger Hentschke

Andacht 19.11.2020

Bildnachweis: Weigand / photocase.de

Darum gab ich euch Milch, nicht feste Nahrung, weil ihr die noch nicht vertragen konntet.

Ich gehe regelmäßig ins Fitnessstudio, da ich viel im Auto sitze, was nicht gut für meinen Rücken ist. Dort mache ich verschiedene Übungen, welche die Rückenmuskulatur stärken. Und während ich auf dem Laufband laufe, um die Muskulatur aufzuwärmen und den Kreislauf auf die kommende Anstrengung vorzubereiten, denke ich über mein Glaubens- und Gebetsleben nach.
Ja, die Andacht heute Morgen war sehr schön, es war eine nette Geschichte, die mir immer noch im Sinn ist. Aber hat sie mich auch gefordert? Und wähle ich nicht manchmal aus reiner Bequemlichkeit mir wohlbekannte Bibelstellen aus, die ich schon öfter durchdacht habe?
Wenn ich im Fitnessstudio immer nur die gleichen Übungen mache, dann stellt sich mein Körper zwar auf die Belastung ein, baut aber keine Kraftreserven auf. Deshalb sind beim Training zuweilen Variationen nötig (zum Beispiel bei den Gewichten oder der Anzahl der Wiederholungen). Mit dem Bibelstudium verhält es sich ähnlich: Man sollte nicht immer nur den liebgewonnenen Psalm lesen oder die Geschichte, die einen schon als Kind berührt hat („Milch“), sondern auch einmal einen unbekannten, schwierigeren Text aufschlagen („feste Nahrung“). Oder man könnte geistiges Muskeltraining absolvieren: einen Bibelvers auswendig lernen, ein neues Lied einstudieren, Paralleltexte vergleichen und die Dauer des Bibellesens verlängern. Man könnte eine andere Gebetshaltung einnehmen, andere zum Bibellesen einladen oder dem Partner etwas vorlesen. Auch wäre es denkbar, einen Bibeltext sowie die eigenen Gedanken dazu über die sozialen Netzwerke zu verbreiten.
Wenn es mir beim Training langweilig wird, frage ich den Trainer oder einen Physiotherapeuten nach neuen Möglichkeiten. Ebenso kann ich Profis nach neuen Varianten des Bibellesens fragen – oder mich im Gebet an Gott wenden: „Gib mir bitte heute eine Stelle aus deinem Buch, die mich fordert, die mich weiterbringt, die mir etwas zu sagen hat, die ich heute brauche.“ Auf diese Weise habe ich den Römerbrief für mich entdeckt. Dessen zwölftes Kapitel ist schon so etwas wie meine Lieblingspassage geworden.
Beginne heute mit dem Training!

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