Andachten

Andacht

Andacht 23.11.2020

23. November 2020 | Nicole Spöhr

Andacht 23.11.2020

Bildnachweis: Monika Breiholz

Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunklen Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin.

Ein Freund erzählte mir, wie seine wenige Monate alte Tochter, wenn er sie hochnahm, oft nach seinem Unterarm tastete. Denn im Winter nach ihrer Geburt hatte er ab und zu einen Pullover getragen, an dessen Bündchen ein Markenschild angenäht war, das sie gern umklammerte. Sobald sie dieses Zeichen fest in ihrer kleinen Hand hielt, wurde sie ruhig und entspannte sich. Wenn sie nun etwas erschreckte oder ängstigte, suchte sie fast instinktiv nach diesem Schildchen, sobald sie im Arm ihres Papas lag.
Diese Geschichte erinnerte mich an die Beziehung von Gott zu uns Menschen. Als ich begann, mich näher mit Gott auseinanderzusetzen, hatte ich, wie im Bibeltext beschrieben, nur ein dunkles Bild vor Augen; Gott war ein mächtiges, aber diffuses Etwas, von dem ich durch meine Eltern und mein Umfeld zumindest sicher wusste, dass er mich liebte und es gut mit mir meinte.
Während des Kennenlernens gab es auch manch schwierige eigene Erfahrungen und Aussagen anderer. Dann klammerte ich mich an der einen unumstößlichen Sache fest, und sagte mir: „Nein, lass dich nicht beirren, auch wenn du noch zu wenig weißt. Gott meint es gut mit dir, das ist sicher!“ So stelle ich es mir bei der kleinen Tochter meines Freundes vor. Sie kam ganz orientierungslos in diese Welt, ohne zu wissen, dass es liebende Eltern gab, wurde aber in brenzligen Momenten hochgehoben, fand etwas zum Festklammern und spürte, dass da jemand war, der es gut mit ihr meinte und der ihr guttat.
Stück für Stück lernte ich Gott besser kennen (tue ich noch immer) und schenkte ihm mein Vertrauen. Ich erkannte, dass er mich schon von Anfang an begleitet und beschützt hat. So gut wie er mich, werde ich ihn nie kennen, doch ich weiß, dass sich das eines Tages ändern wird, wenn wir uns von Angesicht zu Angesicht begegnen.
Mittlerweile ist das Töchterchen groß genug, um zu sehen, wer eigentlich in dem Pullover mit dem Schildchen steckt. Und je älter sie wird, desto mehr wird sie entdecken, wie viel Liebe ihr irdischer Papa und der im Himmel für sie empfinden. Denn Liebe ist Gottes Markenzeichen.

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