Andachten

Andacht

Andacht 24.11.2020

24. November 2020 | Hanna Klenk

Andacht 24.11.2020

Bildnachweis: Monika Breiholz

Der HERR, der allmächtige Gott, befahl mir: „Geh zu Schebna, diesem Palastvorsteher, dem obersten Beamten! Sag ihm: Was hast du eigentlich hier zu suchen? Und für wen hältst du dich, dass du dir hier eine Grabkammer aus dem Felsen meißelst? Ja, hoch oben in der Felswand lässt du dir ein Prachtgrab aushauen, eine letzte Ruhestätte willst du dir schaffen.“

Von der alten Davidsstadt her kann man als Besucher über das Kidrontal hinüber zum Araberdorf Silwan schauen. Eine Tafel verweist darauf, dass sich dort Gräber aus der judäischen Königszeit befinden. Sie sind nicht einfach zu entdecken, denn zum Teil wurden sie in bewohnte Häuser integriert. Eines der Felsengräber dient sogar als Hühnerstall.
Der israelische Archäologe David Ussishkin erforschte in jahrelanger Arbeit und unter großen Mühen die dunklen Löcher. Dabei stieß er auf das Grab eines Schebna, der mit großer Wahrscheinlichkeit mit der biblischen Person gleichzusetzen ist. Allerdings wird er dort nicht positiv erwähnt. Er missbrauchte sein hohes Amt, um sich selbst ein prächtiges Felsengrab aushauen zu lassen, ganz wie es der damaligen „Mode“ entsprach. Der Prophet Jesaja rügte ihn im Namen Gottes dafür, dass er ein schlechter Verwalter der königlichen Schätze war. Das Aushauen eines Grabes und das Versehen mit Inschriften, das Bereitstellen von Grabbeigaben und die entsprechenden Zeremonien der Grablege verschlangen hohe Summen des Geldes, das ihm anvertraut war.
Das sind zwar alte Geschichten, aber sich der Mode, dem neuesten Trend anzupassen, sich etwas zu leisten, um dazuzugehören – das ist auch im 21. Jahrhundert aktuell. Beinah jeder hat ein Facebook-Konto, auf das er gern die schönsten Urlaubsbilder hochlädt. Je mehr Follower ich aufweisen kann, desto höheres Ansehen genieße ich, und Geld verdienen kann ich damit auch, wenn ich es richtig anstelle. Doch Gottes Urteil lautet: „Ich, der HERR, werde dich in hohem Bogen fortschleudern ... Ja, ich vertreibe dich aus deinem Amt und stoße dich von deinem hohen Posten hinunter!“ (Jes 22,17.19 Hfa)
All die irdische Vorsorge erweist sich als nutzlos und in den Augen Gottes als unwürdig. Herr, ich möchte mein Leben nach deinen Maßstäben ausrichten und eine treue Haushalterin deiner Gaben sein.

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