Andachten

Andacht

Andacht 25.11.2020

25. November 2020 | Sylvain Romain

Andacht 25.11.2020

Bildnachweis: Monika Breiholz

Ihr wisst, dass ihr in dieser Welt Fremde seid; sie ist nicht eure Heimat. Deshalb bitte ich euch eindringlich: Gebt den Angeboten und Verlockungen dieser Welt nicht nach. Ihr Ziel ist es, euch innerlich zu zerstören!

Seit Jahren steht der Flughafen Istanbul-Atatürk an der Weltspitze der Business-Lounges – zu Recht! Denn, wer schon einmal in die 5.900 Quadratmeter der Turkish-Airlines-Lounge hineinschauen durfte, weiß, dass nicht nur deren Innenarchitektur fasziniert, sondern dass man dort von tausenden kulinarischen Leckereien gelockt wird; dazu gibt es eine Bibliothek, einen Billardtisch, einen Flügel sowie Konzerte auf Riesenleinwand. Es ist wirklich schwer, diesen Palast zu verlassen, ohne noch schnell ein Baklava zu naschen und eine Runde PlayStation zu spielen. Da kann die Zeit wie im Fluge vergehen.
Allerdings sollte uns das nicht im Glaubensleben passieren. Beim Verpassen des Anschlussflugs in den Himmel, kann der Himmel auf Erden sonst leicht zur Hölle werden.
So wird es wohl manch einem ergehen, der sich in dieser Welt so gut etabliert hat, dass er das Ziel aus den Augen verlor. Jeder Luxus der Welt wird ihm nicht helfen, den Ärger zu überwinden – im Gegenteil! Denn ob Leid, Glück, Geschäftigkeit oder Unterhaltung: Ablenkung kann fatal werden.
Weil es im geistlichen Leben eben keineswegs anders ist, ermahnt uns Petrus, „Pilger“ zu sein – modern ausgedrückt: Transitreisende, die wachsam sind und öfter einen Blick auf die Uhr werfen. Sie trachten nach dem, was „droben ist“ (Kol 3,2), und sind rechtzeitig am Gate zum Einsteigen bereit. Vom Blickwinkel der Ewigkeit aus mag selbst der Verzicht auf manche Annehmlichkeiten eine vernünftige Entscheidung sein, zumal „alles, was wir in dieser Welt erleiden, nichts ist verglichen mit der Herrlichkeit, die Gott uns einmal schenken wird” (Röm 8,18 Hfa).
Unser jetziges Leben mag wie die First-, Business- oder die Holzklasse aussehen, aber Paulus, der als römischer Bürger und hochrangiger Gelehrter wohl auf der Schokoladenseite des Lebens war, sagte: „Seit ich Christus kenne, ist für mich alles wertlos, was ich früher für so wichtig gehalten habe.“ (Phil 3,7 Hfa) Und dann erklärte er: Denn das Sichtbare ist zeitlich und das Unsichtbare ewig (vgl. 2 Kol 4,18). Heute kommen wir der Ewigkeit wieder ein Stück näher. Welch eine fantastische Aussicht!

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