Andachten

Andacht

Andacht 28.11.2020

28. November 2020 | Roland Nickel

Andacht 28.11.2020

Bildnachweis: Monika Breiholz

Und Gott der HERR gebot dem Menschen und sprach: Du darfst essen von allen Bäumen im Garten, aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen sollst du nicht essen; denn an dem Tage, da du von ihm isst, musst du des Todes sterben.

Für mich ist eine Wahl etwas Besonderes. Ich genieße den Wahlakt in der Wahlkabine. Durch Wählen kann ich die Politik meines Landes oder meiner Kommune ein wenig mitbestimmen. Auf der Welt gibt es viele Diktaturen, in denen Wahlen nicht erlaubt oder eine Farce sind. Dort möchte ich nicht leben. Wahlfreiheit ist für mich etwas Besonderes.
Gott ermöglichte bereits den ersten Menschen Wahlfreiheit, wie unser Eingangstext zeigt. Und das sagt viel über Gott aus. Er möchte den Menschen nicht zu einem Leben mit ihm zwingen. Er lässt jedem die Freiheit. Diese Eigenschaft Gottes zieht sich durch die ganze Bibel. In Josua 24,15 heißt es: „Wenn ihr aber nicht bereit seid, dem Herrn zu dienen, dann entscheidet euch heute, wem ihr dienen wollt.“ (NLB) Im Neuen Testament fragt Jesus seine Jünger, nachdem er eine Grundsatzpredigt gehalten hatte und ihn zahlreiche Zuhörer schon verlassen hatten: „Wollt ihr auch weggehen?“ (Joh 6,67)
Für Gott ist es wichtig, dass Menschen ihm freiwillig nachfolgen. Eine Zwangsherrschaft ist nicht seine Sache. Deshalb nötigt er niemanden. Nein, er wirbt um jeden Menschen. Sich frei entscheiden zu können bedeutet aber auch, die Konsequenzen zu tragen und sich darüber klar zu sein, dass Gott nicht immer eingreift, um Menschen vor den Folgen ihrer Entscheidungen zu schützen.
Die Entscheidung des ersten Menschenpaares, von der Frucht zu essen, hatte die schwerwiegende Folge, dass die Sünde in diese Welt kam und wir damit leben müssen. Deshalb gibt es Terroranschläge, Kriege und viele Tote. Die Umwelt wird verschmutzt und Menschen werden krank. Es gibt viel Schmerz und Leid, weil Menschen anderen Böses antun. Alles sind Folgen von Entscheidungen, die Menschen getroffen haben. Gott ist dafür nicht verantwortlich, aber er respektiert jede Entscheidung.
Wir können heute und jeden Tag, so wie Josua und seine Leute, eine Entscheidung treffen: „Wir wollen dem HERRN, unserm Gott, dienen und seiner Stimme gehorchen“ (Jos 24,24) und damit das Gute wählen.

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