Andachten

Andacht

Andacht 02.12.2020

02. Dezember 2020 | Sylvia Renz

Andacht 02.12.2020

Bildnachweis: boing / photocase.de

Wenn du also etwas spendest, dann tu es so unauffällig, dass deine linke Hand nicht weiß, was die rechte tut. Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird dich dafür belohnen.

Das „Wunder von Braunschweig“ begann 2012, nachdem die Braunschweiger Zeitung über einen Handtaschenraub berichtet hatte. Kurz darauf bekam die Stiftung „Opferhilfe“ einen weißen Briefumschlag mit 10.000 Euro – anonym. In den darauffolgenden Monaten überschüttete der geheimnisvolle Spender immer wieder Menschen in Not mit Geld. Auch Kindergärten, die Tafel, die Suppenküche erhielten den „weißen Umschlag“ mit 10.000 Euro. Oft lag ein Artikel aus der Zeitung dabei, in dem von einer Notlage berichtet wurde. Zum Beispiel über den 14-jährigen Tom, der nach einem Schwimmunfall schwer behindert ist. Die Familie konnte von dem geschenkten Geld zu Hause nötige Umbauten vornehmen, damit sie ihren Sohn besser versorgen und pflegen konnte.
Natürlich griffen die Medien diese rätselhafte Spendenaktion auf. Sogar im argentinischen Fernsehen wurde davon berichtet. Daraufhin wandte sich der elfjährige Pablo an die Braunschweiger Zeitung und bat um Hilfe für seine arme Familie, die demnächst aus ihrer Wohnung hinausgeworfen werden sollte. Auch er bekam 10.000 Euro! Den letzten weißen Umschlag erhielt ein Projekt gegen Kinderarmut in der Stadt. Damit ging das „Spendenmärchen“ von Braunschweig wohl zu Ende.
Weshalb berichteten so viele Zeitungen davon? Hofften die Redakteure auf Nachahmer? Oder tut es uns einfach gut, einmal ein Kontrastprogramm zu sehen und zu hören? Daran erinnert zu werden, dass in unserem Land nicht nur Egoismus und Habgier herrschen? Jesus empfiehlt uns, unsere Ressourcen – Geld, Besitz, Zeit – einzusetzen, um andere als Freunde zu gewinnen: „Nutzt das leidige Geld dazu, durch Wohltaten Freunde zu gewinnen.“ (Lk 16,9 GNB) Natürlich nicht im Sinne von Bestechung, sondern ohne Hintergedanken. Wir können großzügig schenken, weil unser Vater im Himmel auch reichlich gibt.

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