Andachten

Andacht

Andacht 05.12.2020

05. Dezember 2020 | Katrin Grieco

Andacht 05.12.2020

Bildnachweis: claudiarndt / photocase.de

„Dies ist das Brot, mit dem der Herr euch am Leben erhalten wird.“ Morgen für Morgen sammelte nun jeder, so viel er brauchte. Die Leute von Israel nannten diese Speise das Manna. Es war weiß wie Koriandersamen und schmeckte wie Honigkuchen.

Meine Tochter steht vor den kleinen Päckchen ihres Adventskalenders. Morgen, ja morgen werde sie sich anstrengen und keines öffnen, verkündet sie. Und übermorgen könne sie dann endlich mal zwei Geschenke des Kalenders auf einmal auspacken. Kaum ausgesprochen, kommen ihr selbst Zweifel. Schließlich war schon Mitte Dezember und jeden Tag aufs Neue hatte sie ihre Vorsätze der Disziplin formuliert, die morgens bereits vor Sonnenaufgang in einem weiteren geöffneten Türchen geendet waren. „Lass uns doch die Adventszeit genießen“, höre ich mich sagen. „Die Oma hat dich so sehr lieb, dass sie für jeden einzelnen Tag ein Geschenk für dich vorbereitet hat. Ganz ohne Bemühungen. Freu dich auf dein Geschenk – heute, morgen und übermorgen wird ja wieder eins für dich da sein!“
Mir kommt dabei das Volk Israel in den Sinn. Was für eine Liebe Gott seinen Kindern doch gezeigt hat! Und das nicht nur über 24 Tage hinweg, sondern 40 Jahre lang. In dieser Zeit war das Volk der Israeliten durch die Wüste gezogen. Das Geschenk des Himmelsbrotes und Sattwerdens fanden sie jeden Morgen aufs Neue vor ihren Zelten. Dabei mussten auch sie keine besonderen Anstrengungen unternehmen, um am nächsten Tag die süßen Körner zu sammeln. Einmal schlafen, und am Morgen lag ein erneutes Geschenk Gottes für sie bereit. „Daran sollt ihr erkennen, dass ich der Herr, euer Gott, bin“, lese ich im selben Kapitel in Vers 12.
Ich möchte heute die Augen offen halten für die Geschenke Gottes, die er für mich bereithält. Vielleicht etwas, über das ich mich besonders freue, das mein Leben hell und bunt macht. Vielleicht wird es aber auch die Kraft sein, um besondere Herausforderungen oder düstere Tage zu bewältigen. Gott weiß, was ich brauche, um „satt“ zu werden. Und das, weil er mich durch seine Gottesliebe auch heute mit Gutem beschenken möchte. Daraus möchte ich Gewissheit schöpfen, dass er mein Gott ist. Und daraus möchte ich mir Hoffnung schenken lassen für den heutigen Tag, aber auch für morgen und übermorgen. Und das wünsche ich auch dir!

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